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Lena TackeTheoWebRebekka Burke

Lena Tacke,

TheoWeb,

Rebekka Burke

#dnkgtt – Christliche Selbstinszenierung in Social Media als Narrativ der Glaubenskommunikation

Veröffentlichung:1.5.2026

Christliche Influencer:innen prägen digital die Glaubenskommunikation – doch wie sollen Religionspädagog:innen damit umgehen? Ein Workshop-Bericht eröffnet neue Perspektiven auf Authentizität, Blasenbildung und religiöses Influencing in Instagram.

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Der Beitrag dokumentiert einen Workshop der Ökumenischen Jahrestagung 2021, der sich mit einem vielfach übersehenen Phänomen der religiösen Gegenwart auseinandersetzt: christliches Influencing in Social Media. Religiöse Influencer:innen – auch als Christfluencer:innen oder Sinnfluencer:innen bezeichnet – prägen zunehmend die digitale Glaubenskommunikation, indem sie persönliche Glaubenserfahrungen alltagsnah und authentisch wirksam inszenieren. Der Text erschließt diesen Themenbereich systematisch: Zunächst werden theoretische Grundlagen des Influencing und religiösen Influencings geklärt. Religiöses Influencing funktioniert dabei als Mikroinfluencing in einer Nische – es zielt weniger auf maximale Reichweite als auf vertrauensvolle Beziehungen zu Gleichgesinnten. Die Glaubwürdigkeit der Influencer:innen entsteht durch scheinbar ungeschminkte Einblicke in ihren Alltag, wobei Gott präsent und christlicher Glaube als „normal" und „trendy" dargestellt wird. Der Beitrag analysiert vier zentrale Aspekte des christlichen Influencings auf Instagram: Selbstthematisierung und Inszenierung, Sprache und Text-Bild-Kombination, Interaktion und Beziehungsaufbau sowie Vermarktung. Dabei wird die „fragile Balance zwischen authentischen Einblicken und Marketing" deutlich. Besonders religionspädagogisch bedeutsam ist die Beobachtung, dass religiöse Primärerfahrungen zunehmend durch mediale Sekundärerfahrungen geprägt werden. Der Workshop-Bericht eröffnet durch Stimmencollagen der Teilnehmer:innen einen differenzierten Blick auf den „Sog der Blase" in Social Media und die Singularität einzelner Influencer:innen-Profile. Dies führt zu weiterführenden Fragen für religionspädagogisches Handeln: Wie gehen wir mit dieser Form der Glaubenskommunikation um? Wie lässt sich deren Potential und deren Risiken kritisch-konstruktiv reflektieren?

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