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Hans-Joachim Sander

Leo XIV. – ein Leichtmatrose auf schlingerndem Kirchenschiff

Veröffentlichung:1.5.2026

Die katholische Kirche unter Papst Leo XIV. scheitert darin, die großen Hoffnungen des ökumenischen Aufbruchs einzulösen – Missbrauchsskandal, Diskriminierung von Queeren und Frauen bleiben ungelöst, während der Papst sich hinter Unschuldsvermutungen versteckt.

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Der Artikel vergleicht die gegenwärtige Lage der katholischen Kirche mit der Vision des Neuen Geistlichen Liedes „Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt" von 1963, das vom Kirchenschiff spricht, das trotz Stürmen, Angst und Gefahr sein Ziel verfolgt. Der Autor erinnert an die großen ökumenischen Aufbrüche des 20. Jahrhunderts – das Zweite Vatikanische Konzil und die Ökumenische Versammlung – in denen die Kirchen sich verpflichteten, Gerechtigkeit durchzusetzen, inhumane Klüfte auszubessern und Gemeinschaft zu schaffen. Papst Leo XIV. wurde mit großer Hoffnung begrüßt als „Weltbürger", der diese Tradition fortsetzen würde: modern, frisch, ein „everybody's darling", der das Bessere vorantreiben sollte. Doch der Autor bilanziert ernüchternd: Statt echter Reformen versteckt sich der Papst hinter Unschuldsvermutungen und synodalen Scheinverhandlungen. Die drängendsten Krisen der Kirche – der sexuelle und spirituelle Missbrauch, die fortgesetzte Diskriminierung von LGBTQ-Personen und die Verweigerung von Frauenordination – werden nicht gelöst, sondern nur verwaltet. Während der Papst in seinen Palästen verweilt, verlassen die Frauen und marginalisierte Gruppen die Kirche. Der hoffnungsvolle Aufruf „Leo, geh voran und wir trauen dir" verhallte ungehört. Das Kirchenschiff taumelt weiterhin durch den Sturm, ohne dass sein Steuermann die notwendigen Schritte ergreift.

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