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Max-Josef Schuster

Die Taufwürde stärken! Teil 1: Grundlagen und Hintergründe

Veröffentlichung:1.5.2026

Kriegerische Männerbilder und empathiefeindliche Tech-Ideologien gefährden christliche Werte – die Kirche muss durch eine gelebte Tauftheologie und dialogischen Raum gegensteuern.

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Der Artikel identifiziert zwei globale Entwicklungen, die die Kirchen herausfordern: Erstens eine weltweite Bewegung, die gegen „Diversity" und „Gender" ein aggressives, traditionalistisches Männerbild propagiert. Prominente Beispiele sind der US-Verteidigungsminister Pete Hegseth, der mit der Rekonstruktionismus-Bewegung verbunden ist und biblische Gesetze in der Gesellschaft verankern möchte, sowie der AfD-Politiker Maximilian Krah, der „echte Männer" als rechts definiert. Parallel dazu gewinnt die „Tradwife-Bewegung" an Einfluss, die Frauen auf traditionelle Hausfrauen-Rollen beschränkt und religiöse Botschaften instrumentalisiert, um christlich-nationalistische Ideen zu etablieren. Die zweite Entwicklung verkörpern Tech-Milliardäre wie Elon Musk, die Empathie als „Schwäche des Westens" verabscheuen und sich damit von der christlich-jüdischen und aufgeklärten demokratischen Tradition distanzieren, in der Empathie, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit zentral sind. Auch diese Gruppe vertritt aggressive Männlichkeitsbilder und sexuelle Dominanz, gepaart mit eiskalter Verachtung für Schwache und Arme. Der Artikel argumentiert, dass diese Tendenzen in der katholischen Kirche auf eine weiterhin klerikale Kultur treffen, die durch Co-Klerikalismus geprägt ist. Um diese Herausforderungen zu bewältigen, schlägt der Autor vor, die Kraft der Tauftheologie zu nutzen: Durch eine lebendige, bewusste Tauferfahrung könnten die Getauften ihre gemeinsame Würde als „heiliges Volk Gottes" entdecken und so den Klerikalismus überwinden. Gleichzeitig könnte die Kirche durch dialogische Räume Menschen dabei helfen, alternative, vom Glauben geprägte Rollenbilder zu entwickeln. Dies entspricht dem Auftrag des Zweiten Vatikanums, die menschliche Person zu retten und die Gesellschaft aufzubauen – wobei psychologische und soziologische Erkenntnisse einzubeziehen sind.

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