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Gender – Quo Vadis?

Veröffentlichung:1.5.2026

Theresa Pieper zieht Bilanz des Gender-Diskurses im Jahr 2016 und blickt auf 2017: Trotz erstarkter Anti-Gender-Bewegungen – von populistischen Parteien bis zu kirchlichen Kreisen – zeigt sie, dass gleichzeitig progressive Entwicklungen in Kirche und Gesellschaft voranschreiten, und plädiert für neue Bündnisse, eine neue Sprache und mehr Bildung.

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Theresa Pieper analysiert den Gender-Diskurs des Jahres 2016 und seine Weichenstellungen für 2017. Auf der einen Seite standen erstarkte Anti-Gender-Positionen: der Einzug der AfD in zehn Landesparlamente, Papst Franziskus' Verurteilung der Gendertheorie, der Streit um den Bildungsplan in Baden-Württemberg und eine wachsende populistische Rhetorik von „Gender-Wahnsinn" und „Genderismus". Auf der anderen Seite beschlossen drei evangelische Landeskirchen die vollständige Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare, und die EKD initiierte eine Studie zu Kirchenmitgliedschaft und politischer Kultur, deren Ergebnisse für mehr Dialog und Bildung plädieren. Pieper schlussfolgert: Der Umgang mit dem Gender-Diskurs wird zum Gradmesser für das Demokratieverständnis der pluralistischen Gesellschaft – und an ihm wird sich zeigen, wie offen Deutschland sein will.

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