Der Artikel von Johannes Lähnemann behandelt den Buddhismus als wichtiges Thema des konfessionellen und überkonfessionellen Religionsunterrichts im deutschsprachigen Raum. Der Autor begründet die Relevanz des Buddhismus mit dessen Eigenschaft als Weltreligion und zunehmend gelebte religiöse Realität, die durch Meditation, ethische Werte und flexible Mitgliedschaftsformen attraktiv wirkt. Der Artikel dokumentiert institutionelle Verankerungen wie die Deutsche Buddhistische Union und spezialisierte Unterrichtsmaterialien. Im Mittelpunkt steht die Darstellung des historischen Buddha und seiner Erleuchtung, wobei der Autor die Schwierigkeiten einer historischen Rekonstruktion aufgrund von Legenden und fehlenden zeitgenössischen Quellen reflektiert. Die Biographie des Buddha wird von seiner privilegierten Jugend über seine Konfrontation mit Leiden bis zur Erleuchtung unter dem Feigenbaum nachgezeichnet. Die zentralen Inhalte sind die vier edlen Wahrheiten: die Existenz von Leiden, dessen Ursachen im menschlichen Verlangen und der Illusion einer festen Identität, die Möglichkeit der Aufhebung von Leiden und der achtfache Pfad als praktischer Weg zur Befreiung. Der achtfache Pfad umfasst richtige Erkenntnis, Gesinnung, Rede, Handlung, Lebensunterhalt, Anstrengung, Achtsamkeit und Versenkung. Der Artikel betont, dass dieser Weg individuell und graduell gegangen wird und die Befreiung auch im gegenwärtigen Leben möglich ist.