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WiReLex | Deutsche Bibel GesellschaftJohannes Lähnemann

WiReLex | Deutsche Bibel Gesellschaft,

Johannes Lähnemann

Dialog der Religionen Entwicklung Modelle religionspädagogische Relevanz

Veröffentlichung:1.5.2026

Der Artikel behandelt die Entwicklung des interreligiösen Dialogs und dessen religionspädagogische Bedeutung seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Lähnemann diskutiert klassische theologische Modelle (exklusiv, inklusiv, pluralistisch) zur Verhältnisbestimmung zwischen Christentum und anderen Religionen und zeigt deren Grenzen auf. Der Fokus liegt auf dem prozesshaften Charakter des interreligiösen Lernens und den kirchlich-theologischen Vorstößen wie dem Zweiten Vatikanischen Konzil und der Arbeit des Ökumenischen Rates der Kirchen. Der Autor plädiert für einen phenomenologischen Zugang, der die Gläubigen anderer Religionen in ihren eigenen Kategorien verstehen möchte.

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Der Artikel analysiert die Herausforderung des Dialogs der Religionen als zentrale Aufgabe in pluralistischen Gesellschaften, wo Religionen sowohl konfliktschärfend als auch konfliktlösend wirken. Lähnemann kritisiert die schematische Darstellung der drei klassischen theologischen Modelle (exklusiv, inklusiv, pluralistisch), betont aber deren heuristische Brauchbarkeit zur Veranschaulichung grundlegender Perspektiven. Das exklusive Modell wird als in sich widersprüchlich dargelegt, da es universale humane Sichtweisen unmöglich macht; das inklusive Modell wird vorgeworfen, andere Religionen nicht in ihren eigenständigen Kategorien wahrzunehmen; das pluralistische Modell tendiere zur Relativierung echter Unterschiede. Der Autor verfolgt stattdessen die prozesshafte Entwicklung des interreligiösen Lernens parallel zu theologischen Umbrüchen, besonders ab den 1960er Jahren. Zentrale kirchliche Entwicklungen sind das Zweite Vatikanische Konzil mit seiner positiven Würdigung nichtchristlicher Religionen, die Arbeit des Ökumenischen Rates der Kirchen mit seinen Leitlinien zum Dialog, und die englische Shap Working Party, die den phenomenologischen Ansatz in der Religionspädagogik etablierte. Dieser Ansatz zielt darauf ab, sich in die Gedankenwelt anderer Gläubiger einzufühlen und ihre Erfahrungen nachzuempfinden. Lähnemann dokumentiert die deutschsprachige Rezeption dieser Entwicklungen und formuliert die Aufgabe einer theologischen Didaktik, die interreligiöses Lernen aus der Mitte christlichen Glaubens begründet, ohne andere Religionen abzuwerten.

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