Der Artikel von Theresia Witt behandelt VR-Kirchenraumpädagogik als innovative Form der Religionspädagogik, die digitale Virtual-Reality-Technologie für kirchenpädagogische Lernprozesse einsetzt. Kirchenraumpädagogik wird als dynamische Teildisziplin der Religionspädagogik charakterisiert, die auf ganzheitliches Erleben von Kirchenräumen abzielt und christliche Glaubensinhalte vermittelt. VR-Kirchenraumpädagogik wird als logische Konsequenz der gesamtgesellschaftlichen Digitalisierung dargestellt, die neue pädagogische Möglichkeiten eröffnet, aber auch neue Fragen aufwirft. Der Autor argumentiert, dass Digitalisierung sowohl Lernende als auch Lehrende zur Entwicklung digitalitätsbezogener Kompetenzen verpflichtet. Das DPACK-Modell wird als zentrale Orientierung für Religionslehrkräfte präsentiert, wonach diese inhaltliche Kompetenz, pädagogische Kompetenz und Digitalitätskompetenz entwickeln müssen. Besondere Bedeutung wird der Schnittmenge aller drei Kompetenzbereiche beigemessen, um zeitgemäße Lehr-Lern-Settings zu gestalten. Der Artikel betont, dass VR-kirchenpädagogische Settings sowohl kirchenpädagogische Postulate als auch technische Anforderungen erfüllen müssen. Die ganzheitliche Erschließung mit allen Sinnen (Kopf, Herz, Hand) wird als grundlegende Forderung auch für virtuelle Settings formuliert. Zielgruppen der VR-Kirchenraumpädagogik umfassen schulische und hochschulische Lernende sowie außerschulische Gruppen. Der Artikel endet mit der Forderung, VR-Kirchenraumpädagogik in den Religionsunterricht und die Lehrerbildung zu integrieren und als Reflexionsanlass für Chancen und Grenzen digitaler Kirchen(raum)pädagogik zu nutzen.