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3 sat | Scobel

3 sat | Scobel

Naturalistischer Fehlschluss

Veröffentlichung:14.1.2021

Einer notwendigen menschlichen Verhaltensweise geht eine beschreibende Aussage voraus. Viele von uns würden dem widersprechen, so auch die Philosophen David Hume und George Edward Moore. Gert Scobel erklärt’s.

Das Video erklärt den naturalistischen Fehlschluss als einen grundlegenden Gedanken der Ethik und Philosophie. Im Zentrum steht die Frage, warum aus einer Beschreibung dessen, was ist, nicht unmittelbar abgeleitet werden kann, was sein soll. Anhand anschaulicher Beispiele wird gezeigt, dass menschliches Verhalten, biologische Eigenschaften oder beobachtbare Tatsachen keine ausreichende Grundlage für moralische Normen bilden. Das Video stellt zentrale Denker wie David Hume, George Edward Moore, Immanuel Kant, Karl Popper und Markus Gabriel vor und erläutert, wie sich daraus Fragen der Metaethik, der Gewissensbildung und des menschlichen Selbstverständnisses ergeben. Damit macht das Medium deutlich, dass ethisches Urteilen mehr verlangt als das bloße Feststellen von Fakten.

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Es kann in Unterrichtseinheiten zu Ethik, Menschenbild, Gewissen, Verantwortung oder dem Verhältnis von Naturwissenschaft und Religion eingesetzt werden. Methodisch empfiehlt sich eine klare Vorentlastung zentraler Begriffe wie deskriptiv, normativ, naturalistischer Fehlschluss und Metaethik, damit Lernenden dem komplexen Gedankengang folgen können. Während des Sehens können Leitfragen helfen, etwa worin der Unterschied zwischen Ist Aussagen und Soll Aussagen besteht oder warum biologische Fakten allein keine moralischen Forderungen begründen. Im Anschluss bietet sich eine gemeinsame Sicherung an, bei der Beispiele aus Alltag, Politik, Medizinethik oder religiöser Argumentation geprüft werden. Besonders fruchtbar ist die Arbeit mit konkreten Aussagen wie „Das war schon immer so, also ist es richtig“ oder „Der Mensch ist von Natur aus so, deshalb soll er so handeln“. Lernenden können diese Aussagen analysieren, auf versteckte Werturteile untersuchen und eigene begründete Gegenpositionen formulieren. Für den Religionsunterricht ist außerdem bedeutsam, dass das Medium die Frage eröffnet, wie religiöse Ethik ihre Normen begründet und warum Glaube, Vernunft, Menschenwürde und Verantwortung miteinander ins Gespräch gebracht werden müssen. Kreative und diskursive Methoden wie Streitgespräch, Positionslinie, Fallanalyse oder Schreibgespräch fördern die Urteilsbildung. Aufgrund der hohen Dichte des Videos sollte es abschnittsweise eingesetzt werden, ergänzt durch Tafelbilder, Begriffskarten oder ein Arbeitsblatt zur Strukturierung. So kann das Medium Lernenden helfen, moralische Argumente kritisch zu prüfen und verantwortet ethisch zu urteilen.

Hessen

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Sekundarstufe II | Q2 Gott – verborgen und offenbar

Q2.3 Religionskritik – Bestreitung der Vernünftigkeit des Gottesglaubens.

Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.1 Moralisch argumentieren – Modelle der Ethik.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 11/2 Der Mensch auf der Suche nach Gott

11.2 / 2. Gottesbestreitungen und Religionskritik.

Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 7. Wie sollen/wollen wir leben?.

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