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Filosofix: Das Gedankenexperiment «Teekanne»

Veröffentlichung:4.1.2016

Dieses Video eignet sich als Einstieg zur Gottesfrage und Atheismus. Stellen Sie sich vor, Ihr Nachbar glaubt, irgendwo zwischen Mars und Erde kreise eine Teekanne um die Sonne. Niemand hat diese Teekanne je gesehen, widerlegen kann man den Glauben des Nachbarn jedoch nicht. Der Nachbar meint: Was nicht widerlegt ist, darf geglaubt werden. Doch stimmt das?

Das Video stellt auf anschauliche und zugleich provokative Weise die sogenannte Teekannen Analogie vor, die auf Bertrand Russell zurückgeht. Anhand eines fiktiven Nachbarn, der an eine unsichtbare Teekanne im Weltall glaubt, wird die Frage aufgeworfen, ob der bloße Umstand, dass eine Behauptung nicht widerlegt werden kann, bereits ein ausreichender Grund ist, daran zu glauben. Ergänzt wird dies durch weitere absurde Beispiele wie das Fliegendes Spaghettimonster oder unsichtbare rosa Elefanten. Das Medium führt schließlich zu einer grundlegenden erkenntnistheoretischen und religiösen Fragestellung, indem es die Positionen von Theismus, Atheismus und Skeptizismus gegenüberstellt und diese auf die Frage nach der Existenz Gottes überträgt.

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Für den Religionsunterricht bietet das Medium vielfältige Anknüpfungspunkte zur Förderung von Reflexionsfähigkeit und argumentativer Kompetenz bei Lernenden. Als Einstieg eignet sich die Präsentation der Teekannen Geschichte, um spontane Reaktionen und erste Bewertungen hervorzurufen. Anschließend kann eine strukturierte Diskussion initiiert werden, in der Lernende ihre eigenen Überzeugungen hinterfragen und begründen. Methodisch sinnvoll ist es, die drei Positionen Theismus, Atheismus und Skeptizismus in Gruppen erarbeiten zu lassen, wobei jede Gruppe Argumente sammelt und präsentiert. Eine Vertiefung kann durch den Vergleich mit klassischen Gottesbeweisen oder religionskritischen Positionen erfolgen. Dabei ist es wichtig, eine respektvolle Gesprächsatmosphäre zu schaffen, da persönliche Glaubensüberzeugungen berührt werden. Das Medium eignet sich zudem, um grundlegende Prinzipien wissenschaftlichen Denkens wie Begründungspflicht und Überprüfbarkeit einzuführen. Eine mögliche Weiterführung besteht darin, dass Lernende eigene Beispiele für unbeweisbare Behauptungen entwickeln und deren Plausibilität diskutieren. Ziel ist es, die Fähigkeit zu stärken, zwischen Glauben, Wissen und Meinung zu unterscheiden sowie die eigene Position reflektiert zu vertreten.

Hessen

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Sekundarstufe II | Q2 Gott – verborgen und offenbar

Q2.1 Gottesrede – angemessen von Gott sprechen.

Q2.3 Religionskritik – Bestreitung der Vernünftigkeit des Gottesglaubens.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.1 Fragen und suchen: Existiert Gott?.

Sekundarstufe II | 11/2 Der Mensch auf der Suche nach Gott

11.2 / 2. Gottesbestreitungen und Religionskritik.

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