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SRF Kultur

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Milo Rau, wie würde Jesus heute mit Kapitalismus umgehen?

Veröffentlichung:23.3.2021

Dieses Video eignet sich für das Thema Sozialkritik auf biblischer Basis und die Darstellung der Botschaft Jesu in der aktuellen Kultur. Milo Rau verfilmt das Leben Jesu neu vor dem Hintergrund der Ausbeutung von Flüchtlingen in Italien. Sein Jesus hat einen Migrationshintergrund aus Afrika.

Der Regisseur Milo Rau prangert immer wieder Kapitalismus und ausbeuterische Verhältnisse an. In seinem neusten Film «Das Neue Evangelium» verbindet er die Geschichte Christi mit dem Flüchtlingselend in Süditalien. Wie sieht denn die Welt aus, die keine Bibel mehr braucht?

Das Video stellt Milo Raus Film Das neue Evangelium vor und fragt, was Jesus heute tun würde. Im Mittelpunkt steht die Verbindung der Passion Christi mit den ausbeuterischen Arbeitsbedingungen migrantischer Landarbeitender auf süditalienischen Tomatenfeldern. Jesus erscheint dabei als Sozialrevolutionär und Kämpfer für Menschenwürde, Solidarität und gerechte Arbeitsbedingungen. Das Medium zeigt, wie biblische Motive, politische Gegenwart, Filmgeschichte und Aktivismus miteinander verbunden werden und lädt dazu ein, die Botschaft Jesu neu auf heutige Formen von Ausbeutung und Ungerechtigkeit zu beziehen.

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Für den Religionsunterricht bietet das Medium einen anspruchsvollen und aktuellen Zugang zur Passionsgeschichte und zur Frage nach der gesellschaftlichen Relevanz des Christentums. Lernende können zunächst überlegen, wo Jesus heute stehen würde und mit welchen Menschen er sich solidarisieren könnte. Anschließend lässt sich untersuchen, wie der Film biblische Motive wie Kreuzigung, Nachfolge, Umkehr, Würde der Ausgegrenzten und Tempelkritik in die Gegenwart überträgt. Methodisch eignen sich Filmanalyse, Standbilder, Bibelvergleich, Schreibgespräch und Diskussion. Besonders fruchtbar ist ein Vergleich ausgewählter Evangelienstellen mit den dargestellten sozialen Konflikten auf den Tomatenfeldern. Dabei können Lernende herausarbeiten, wie Religion politisch verstanden werden kann, ohne auf bloße Parteipolitik reduziert zu werden. Auch Konsumethik bietet einen wichtigen Anschluss, etwa durch die Frage nach fair gehandelten Lebensmitteln und eigener Verantwortung als Konsumierende. Die Lehrkraft sollte die provokante Deutung Jesu sensibel moderieren, da unterschiedliche religiöse und politische Positionen berührt werden. Ziel ist es, Lernende zu befähigen, biblische Texte als Deutungsangebote für Gegenwartsfragen zu verstehen und eigene Handlungsmöglichkeiten im Sinne von Gerechtigkeit, Solidarität und Menschenwürde zu reflektieren.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe II | Q1 Jesus Christus – das menschgewordene Wort Gottes

Q1.5 Jesus in Kunst und Kultur.

Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.2 Biblische Ethik – Spannung zwischen Gerechtigkeit und Barmherzigkeit.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe II | 12/1 Jesus Christus und die Kirche

12.1 / 3. Die Darstellung Jesu Christi in Kunst und Literatur.

Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 5. Anfragen an die Katholische Soziallehre und Moraltheologie.

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