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SRF Kultur

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Wie geht Selbstverwirklichung? Ein Gespräch mit Michael Hampe

Veröffentlichung:29.6.2020

Dieses Video kann in Abschnitten als Gruppenarbeit genutzt werden. Die sechzig Minuten können z.B. in sechs Gruppen zu je zehn Minuten untersucht werden. Wie geht Selbstverwirklichung? Und was ist das eigentlich: ein Selbst? Wie stillen wir unsere Sehnsucht nach einem echten Leben? Wolfram Eilenberger im Gespräch mit dem Philosophen Michael Hampe über Selbstverwirklichung und dem wirklichen Leben.

Das Video zeigt ein philosophisches Gespräch mit Michael Hampe über die Frage nach dem eigenen Selbst und einem gelingenden Leben. Ausgangspunkt ist die Erfahrung vieler Menschen, sich selbst fremd zu werden und Rollen zu erfüllen, die nicht zum eigenen Empfinden passen. Das Gespräch entfaltet unterschiedliche Modelle der Selbstsuche, etwa die Abgrenzung von gesellschaftlichen Erwartungen, das Aufsuchen von Natur und Extremsituationen, wie sie etwa Reinhold Messner beschreibt, oder die philosophische Selbstbefragung im Sinne von Sokrates. Zugleich werden diese Modelle kritisch hinterfragt und relativiert. Weitere Perspektiven ergeben sich durch Kunst, Liebe und Meditation, die jeweils eigene Wege eröffnen, sich selbst zu erfahren oder sogar zu relativieren. Insgesamt zeigt das Medium, dass das Selbst kein fester Kern ist, sondern sich in Beziehungen, Erfahrungen und Deutungen immer wieder neu bildet.

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Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht in der Sekundarstufe, da es zentrale Fragen nach Identität, Sinn und Selbstverwirklichung aufgreift, die für Lernenden existenziell bedeutsam sind. Didaktisch kann der Text als Impuls für eine Unterrichtseinheit zum Thema Selbstfindung, Berufung oder gelingendes Leben genutzt werden. Ein möglicher Einstieg besteht darin, die einleitende Aussage Ich bin eigentlich ganz anders aufzugreifen und die Lernenden eigene Erfahrungen von Rollen und Erwartungen reflektieren zu lassen.

Methodisch bietet sich eine arbeitsteilige Erschließung an, bei der verschiedene Modelle der Selbstsuche in Gruppen bearbeitet werden, etwa Naturerfahrung, Extremsituation, philosophische Reflexion, künstlerischer Ausdruck oder Meditation. Die Ergebnisse können anschließend im Plenum verglichen und kritisch diskutiert werden. Besonders gewinnbringend ist es, die Positionen des Gesprächs mit religiösen Perspektiven zu verknüpfen, etwa mit dem biblischen Gedanken der Berufung oder der Frage nach dem Menschenbild im Christentum.

Ein weiterer methodischer Zugang liegt in der Förderung dialogischer Kompetenzen. Lernenden können zentrale Aussagen herausarbeiten und in einem fiktiven Streitgespräch vertreten. Ebenso kann eine kreative Aufgabe gestellt werden, bei der Lernenden ihren eigenen Weg zur Selbstfindung in Form eines Textes oder einer Collage darstellen. Wichtig ist dabei, Raum für Ambivalenzen zu lassen, da das Medium keine einfachen Antworten bietet, sondern zur kritischen Reflexion anregt.

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