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SimplyReli - Feindesliebe

Veröffentlichung:3.8.2021

"Die haben einfach nur Langeweile und Grütze im Kopf!"- solchen oder ähnlichen Aussagen begegnen wir täglich; in den sozialen Netzwerken und darüber hinaus. Dabei ist die sogenannte "Hate Speech" nur die Spitze des Eisbergs, wenn es um physische und verbale Anfeindungen gegenüber anderen Menschen geht - Hass & Hetze, Gewalt & Tod bestimmen die Nachrichten. Und dann war da ja auch noch Jesus, der davon gesprochen hat, seine Feinde zu lieben anstatt sie zu verfolgen - wie soll das funktionieren?

Das Video aus der Reihe „Simply Reli“ thematisiert das anspruchsvolle und zugleich provokante Thema der Feindesliebe. Ausgangspunkt sind Beispiele von Hate Speech aus sozialen Medien, die verdeutlichen, wie verbreitet Beleidigungen, Hass und Abwertung im Alltag sind. Dem wird die Botschaft Jesu aus der Bergpredigt gegenübergestellt, insbesondere der Aufruf, Feinde zu lieben und für sie zu beten. Das Video erklärt, dass Feindesliebe nicht bedeutet, verletzendes Verhalten gutzuheißen, sondern vielmehr die Würde des anderen Menschen trotz allem anzuerkennen. Veranschaulicht wird dies durch Beispiele wie die Vergebung von Johannes Paul II. gegenüber seinem Attentäter sowie durch den Bezug zum Immanuel Kant und dessen kategorischem Imperativ. Abschließend werden die Lernenden zur persönlichen Reflexion über eigene Erfahrungen mit Konflikten und Verletzungen angeregt.

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Das Video eignet sich besonders als problemorientierter Einstieg in eine Unterrichtseinheit zu ethischen Herausforderungen im Alltag, insbesondere im Kontext von Konflikten, Gewalt und digitaler Kommunikation. Durch die lebensnahen Beispiele von Hate Speech werden Lernende direkt in ihrer Erfahrungswelt angesprochen und für die Relevanz des Themas sensibilisiert.

Methodisch bietet sich zunächst eine aktivierende Einstiegsphase an, in der Lernende eigene Erfahrungen mit beleidigenden Aussagen oder Konflikten (freiwillig und sensibel moderiert) reflektieren. Anschließend kann das Video mit einem gezielten Beobachtungsauftrag angesehen werden, etwa: „Wie wird Feindesliebe im Video erklärt?“ oder „Welche Beispiele helfen beim Verständnis?“.

In der Auswertungsphase kann die zentrale Botschaft der Bergpredigt gemeinsam erarbeitet und diskutiert werden. Dabei sollte besonders herausgestellt werden, dass Feindesliebe nicht Gleichgültigkeit oder Passivität bedeutet, sondern eine bewusste Entscheidung gegen Hass und für die Achtung der Menschenwürde darstellt. Eine vertiefende Auseinandersetzung kann durch Rollenspiele erfolgen, in denen Konfliktsituationen nachgestellt und alternative Handlungsweisen erprobt werden. Ebenso denkbar ist eine ethische Diskussion, inwiefern Feindesliebe im Alltag umsetzbar ist oder an Grenzen stößt.

Zur Differenzierung können Lernende auf unterschiedlichen Niveaus arbeiten, etwa durch das Formulieren eigener Stellungnahmen, das Analysieren von Fallbeispielen oder das kreative Gestalten von Social-Media-Beiträgen, die eine respektvolle Kommunikationskultur fördern. Das Medium unterstützt insbesondere die Entwicklung von Urteilskompetenz, Empathiefähigkeit und ethischer Reflexionsfähigkeit.

Hessen

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9G.1a Sehnsucht nach einem erfüllten Leben. Sinn und Lebensglück.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9.2 Nach Gerechtigkeit streben: Gleiche Lebensbedingungen für alle.

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