Die Anregung "Welche Argumente hat der Atheismus" widerlegt den Widerspruch zwischen Naturwissenschaften und Theologie. Dazu wird das Argument genutzt, dass Gott seiner Schöpfung die Freiheit der Entwicklung zusammen mit dem freien Willen der Menschen geschenkt hat. Somit ist die Evolution Teil von Gottes Schöpfungsplan.
Das Materialblatt „Neuer Atheismus. Gegenargumente“ setzt sich mit den Argumenten des neuen Atheismus sowie mit dem Verhältnis von Evolutionstheorie und christlichem Schöpfungsglauben auseinander. Ausgangspunkt sind Überlegungen des katholischen Theologen Gerhard Lohfink, der betont, dass naturwissenschaftliche Erkenntnisse die Frage nach Gott nicht widerlegen können. Das Medium erklärt anschaulich, dass Evolution und Schöpfung keine Gegensätze darstellen müssen, sondern unterschiedliche Perspektiven auf die Wirklichkeit beschreiben. Während die Naturwissenschaft nach den biologischen und historischen Prozessen der Weltentstehung fragt, beschäftigt sich der Glaube mit Sinn, Ursprung und Ziel der Schöpfung. Besonders hervorgehoben wird die Bedeutung einer sachgerechten Bibelauslegung. Die Schöpfungserzählungen der Genesis werden nicht als naturwissenschaftliche Berichte verstanden, sondern als symbolische und theologische Texte, die Aussagen über Gott und den Menschen treffen. Das Material lädt dazu ein, vereinfachende Gegensätze zwischen Religion und Wissenschaft kritisch zu hinterfragen und die metaphorische Sprache der Bibel neu wahrzunehmen.