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Katholisch.de | Glaube.Leben.

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Wofür nutze ich meine Zeit?

Veröffentlichung:1.9.2020

Zeit: Meist hat man zu wenig davon. Und wenn man ausnahmsweise mal zu viel davon hat, ist man mit der aufkommenden Langeweile auch nicht zufrieden. Welchen Stellenwert Zeit für den modernen Menschen hat und wie man sie nutzen sollte, erläutert Pfarrer Christian Olding.

Benjamin Franklin formulierte einst: "Zeit ist Geld." Und Recht hat er. Wir sparen Zeit an, wir investieren Zeit oder wir reduzieren Zeit. Und das was uns moderne Menschen am meisten belastet, ist, dass wir viel zu wenig von ihr haben. Deswegen lohnt sich die Frage "Wofür investiere ich eigentlich meine Zeit?"

Zeit ist an sich eine ziemlich faire Währung, weil sie jedem von uns täglich neue 24 Stunden gönnt. Aber gerade deswegen habe ich mir Prinzipien überlegt, nach denen ich mit dieser Zeit umgehen möchte. Das Erste ist, dass ich den Gedanken "Das kostet mich Zeit" verbannt habe. Immer wieder passiert es mir in meinem Alltag, dass mir Menschen begegnen, die sagen "hast du mal eben Zeit für ein Gespräch?". Und allzu oft habe ich mich dann ertappt bei dem Gedanken „Oh Nein, das kostet mich jetzt Zeit, die ich eigentlich gar nicht habe.“

Das Medium setzt sich mit dem Umgang des Menschen mit Zeit auseinander und beschreibt Zeit als eine der wertvollsten Ressourcen des Lebens. Ausgangspunkt ist das bekannte Zitat von Benjamin Franklin „Zeit ist Geld“, das auf die Bedeutung von Zeit im modernen Alltag verweist. Das Medium thematisiert den häufigen Eindruck vieler Menschen, zu wenig Zeit zu haben, und lädt dazu ein, über den eigenen Umgang mit Zeit nachzudenken. Besonders hervorgehoben wird die Frage, wofür Menschen ihre Zeit investieren und welche Prioritäten sie setzen. Dabei wird deutlich, dass zwischen digitaler Beschleunigung und echten zwischenmenschlichen Beziehungen ein Spannungsverhältnis besteht. Freundschaften und Beziehungen brauchen Zeit, Aufmerksamkeit und Verlässlichkeit und können nicht beliebig beschleunigt werden. Darüber hinaus eröffnet das Medium eine existenzielle Perspektive auf Zeit, indem es Zeit nicht als etwas beschreibt, das vergeht, sondern als etwas, das immer wieder neu auf Menschen zukommt. Die abschließende Erzählung einer älteren Dame, die jeden Morgen zunächst die Todesanzeigen liest, verbindet das Thema Zeit mit Dankbarkeit, Lebensbewusstsein und der Wertschätzung des eigenen Lebens.

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Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht in der Sekundarstufe I und II innerhalb der Themenfelder Zeit, Lebensgestaltung, Beziehungen, Sinnsuche und Verantwortung. Aufgrund der lebensnahen Beispiele ermöglicht das Medium einen direkten Zugang zur Erfahrungswelt der Lernenden, die häufig selbst unter Zeitdruck, digitaler Dauererreichbarkeit und vielfältigen Anforderungen stehen. Als Einstieg kann eine Reflexionsfrage dienen wie „Wofür nehme ich mir wirklich Zeit?“ oder „Was ist mir meine Zeit wert?“. Ebenso eignet sich eine Zeitstrahl oder Tagesplananalyse, bei der die Lernenden ihren eigenen Umgang mit Zeit reflektieren. Während der Arbeit mit dem Medium können zentrale Aussagen herausgearbeitet und diskutiert werden, etwa der Unterschied zwischen digitaler Schnelligkeit und dem langsamen Wachstum von Beziehungen. Besonders gewinnbringend ist die Auseinandersetzung mit der Frage, ob moderne Medien eher Zeit schenken oder Zeit rauben. Methodisch bieten sich Partnergespräche, Schreibimpulse oder Diskussionen über persönliche Prioritäten an. Auch kreative Aufgaben wie das Schreiben eines Briefes an das eigene zukünftige Ich oder das Formulieren persönlicher Lebensprioritäten fördern die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema. Die Erzählung der älteren Dame eröffnet zusätzlich einen Zugang zu existenziellen Fragen nach Vergänglichkeit, Lebenszeit und Dankbarkeit. Dadurch kann das Medium auch mit religiösen Vorstellungen von Endlichkeit, Hoffnung und bewusstem Leben verbunden werden. Das Medium unterstützt die Lernenden dabei, den eigenen Alltag bewusster wahrzunehmen, Beziehungen wertzuschätzen und über einen verantwortungsvollen Umgang mit Lebenszeit nachzudenken.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9G.1a Sehnsucht nach einem erfüllten Leben. Sinn und Lebensglück.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9.1 Beziehungen gestalten: Freundschaft – Liebe – Partnerschaft.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Mein bester Freund, meine beste Freundin
  • Partnerschaft und Liebe: wir bauen ein Beziehungshaus

Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 7. Wie sollen/wollen wir leben?.

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