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Brot für die Welt

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Ukraine und Frieden

Veröffentlichung:1.2.2022

Die Anregung "Ukraine und Frieden" mit vier Seiten thematisiert die Problematik der Sicherheit gegenüber dem Frieden. Frieden schaffen ohne Waffen oder die Sicherheit der Abschreckung sind zwei Konzepte, die auch in der Ukraine im Widerspruch stehen. Eine Anleitung zur Diskussion dieser Thematik wird über die Anregung geboten. Dazu kann auch eine Mindmap zum Thema Sicherheit ist für mich entstehen. Im Material sind auch Links für eine Internetrecherche zum Thema Sicherheit und Rüstung enthalten.

Das Medium „Ukraine und Frieden“ greift die gesellschaftlichen, politischen und ethischen Fragen auf, die durch den russischen Angriff auf die Ukraine ausgelöst wurden. Dabei steht nicht die Analyse militärischer Entwicklungen im Vordergrund, sondern die grundlegende Frage nach Frieden, Sicherheit und gewaltfreien Alternativen zur Konfliktlösung. Ausgehend von den Erfahrungen des Ukrainekrieges werden unterschiedliche Sicherheitskonzepte vorgestellt und diskutiert. Das Material setzt sich kritisch mit Aufrüstung, Waffenexporten und militärischer Sicherheit auseinander und stellt diesen Ansätzen das Konzept der menschlichen Sicherheit gegenüber. Darüber hinaus führt es in die Idee einer feministischen Außenpolitik ein, die Gleichberechtigung, Gewaltfreiheit, Mediation und die Bedürfnisse von Menschen ins Zentrum politischen Handelns stellt. Ergänzt wird das Heft durch Diskussionsanregungen, Rechercheaufträge, Methoden zur Meinungsbildung sowie Hinweise zum pädagogischen Umgang mit Ängsten und Unsicherheiten, die durch Krieg und Krisen ausgelöst werden können. Das Material verbindet politische Bildung, Friedensethik und globale Perspektiven und eröffnet Lernenden vielfältige Zugänge zu aktuellen gesellschaftlichen Debatten.

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Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht, Ethikunterricht sowie fächerübergreifende Projekte in Politik, Geografie oder Sozialwissenschaften ab etwa Klasse 8. Didaktisch bietet es zahlreiche Möglichkeiten, Friedensethik mit aktuellen politischen Fragestellungen zu verbinden. Ein geeigneter Einstieg kann über die Frage erfolgen, was Sicherheit für die einzelnen Lernenden bedeutet. Die im Material enthaltene Visualisierung „Sicherheit ist für mich …“ ermöglicht persönliche Zugänge und fördert die Reflexion eigener Werte und Bedürfnisse. Anschließend können die Lernenden unterschiedliche Sicherheitsbegriffe vergleichen und kritisch diskutieren, ob militärische Aufrüstung tatsächlich zu mehr Frieden führt oder ob alternative Konzepte menschlicher Sicherheit tragfähiger sind. Besonders gewinnbringend ist die Auseinandersetzung mit feministischer Außenpolitik, da hier neue Perspektiven auf Frieden, Konfliktbearbeitung und globale Gerechtigkeit eröffnet werden. Die vorgeschlagenen Meinungsbarometer fördern argumentatives Denken und Perspektivübernahme, während Rechercheaufträge eigenständiges Arbeiten und politische Urteilsbildung unterstützen. Zugleich bietet das Material wertvolle Hinweise für den sensiblen Umgang mit Ängsten, Sorgen und Unsicherheiten, die durch Kriegserfahrungen oder mediale Berichterstattung entstehen können. Dadurch eignet sich das Heft nicht nur zur politischen und ethischen Bildung, sondern auch zur Förderung emotionaler Kompetenz und Resilienz. Methodisch lassen sich Diskussionen, Gruppenarbeiten, Debatten, Positionierungsspiele, Rechercheprojekte, Zukunftswerkstätten oder Friedenswerkstätten durchführen. Besonders im Religionsunterricht ergeben sich zahlreiche Anknüpfungspunkte zu christlicher Friedensethik, Gewaltfreiheit, Versöhnung, Gerechtigkeit und Verantwortung für die Eine Welt.

1. Baustein: „Geld für Frieden statt für Waffen“ – Sicherheit neu denken

Ausgangspunkt ist die Frage, wie Frieden und Sicherheit angesichts des Ukrainekrieges gewährleistet werden können. Die Lernenden setzen sich mit der politischen Entscheidung auseinander, die Militärausgaben in Deutschland deutlich zu erhöhen. Dabei lernen sie zwei unterschiedliche Sicherheitskonzepte kennen: das klassische Konzept staatlicher Sicherheit durch militärischen Schutz sowie das Konzept der menschlichen Sicherheit, das den Schutz vor Krieg, Hunger, Armut, Klimakrisen und Perspektivlosigkeit in den Mittelpunkt stellt.

Im Unterricht passiert Folgendes:

Die Lernenden sammeln zunächst eigene Vorstellungen von Sicherheit anhand der Grafik „Sicherheit ist für mich ...“.

In Kleingruppen diskutieren sie unterschiedliche Sicherheitsbedürfnisse.

Sie vergleichen militärische und menschliche Sicherheitskonzepte.

Sie entwickeln Vorschläge, wie finanzielle Mittel alternativ für Friedensförderung, Bildung, Klimaschutz oder soziale Sicherheit eingesetzt werden könnten.

Abschließend diskutieren sie ethische Fragen zu Aufrüstung, Waffenexporten, Atomwaffen und Generationengerechtigkeit.

2. Baustein: „Feministische Außenpolitik“

Der zweite Schwerpunkt stellt das Konzept der feministischen Außenpolitik vor. Dabei lernen die Lernenden einen friedenspolitischen Ansatz kennen, der Gewaltprävention, Mediation, Gleichberechtigung, Teilhabe und menschliche Sicherheit in den Mittelpunkt stellt. Das Material erläutert historische Hintergründe sowie aktuelle politische Debatten und zeigt alternative Perspektiven auf internationale Konfliktbearbeitung auf.

Im Unterricht passiert Folgendes:

Die Lernenden erschließen die Grundideen feministischer Außenpolitik.

Sie analysieren die Bedeutung von Geschlechtergerechtigkeit für Friedensprozesse.

Mithilfe eines Meinungsbarometers positionieren sie sich zu kontroversen Aussagen.

Sie diskutieren unterschiedliche Vorstellungen von Frieden und Sicherheit.

In Gruppen recherchieren sie Beispiele feministischer Außenpolitik in verschiedenen Ländern.

Sie formulieren eigene Thesen zur Frage, wie Konflikte gewaltfrei bearbeitet werden können.

Die Ergebnisse werden in Präsentationen oder Debatten vorgestellt.

3. Baustein: „Umgang mit Angst“

Der dritte Teil widmet sich den emotionalen Folgen des Ukrainekrieges. Das Material nimmt die Sorgen und Ängste junger Menschen ernst und zeigt Möglichkeiten auf, wie pädagogische Räume geschaffen werden können, in denen Unsicherheiten angesprochen und verarbeitet werden können. Dabei werden Medienkompetenz, Gesprächsangebote und konkrete Handlungsmöglichkeiten miteinander verbunden.

Im Unterricht passiert Folgendes:

Die Lernenden sprechen über ihre Gefühle, Sorgen und Fragen zum Krieg.

Sie reflektieren ihre Mediennutzung und lernen, Informationen kritisch einzuordnen.

Sie diskutieren den Einfluss sozialer Medien auf Angst und Unsicherheit.

Sie entwickeln Strategien zur Bewältigung belastender Nachrichten.

Sie überlegen konkrete Möglichkeiten gesellschaftlichen Engagements für Frieden und Solidarität.

Sie planen gegebenenfalls eigene Friedensaktionen, Hilfsprojekte oder Informationsveranstaltungen.

4. Baustein: Friedenspraxis und Handlungsoptionen

Die Broschüre endet nicht bei der Analyse, sondern eröffnet konkrete Handlungsmöglichkeiten. Friedensbildung wird als aktive Aufgabe verstanden. Lernende sollen erfahren, dass sie selbst gesellschaftlich wirksam werden können. Dazu werden Beispiele aus Kirchengemeinden, Initiativen und Hilfsorganisationen vorgestellt. Ebenso finden sich Gebete und musikalische Impulse für den schulischen oder kirchlichen Kontext.

Im Unterricht passiert Folgendes:

Die Lernenden entwickeln eigene Friedensprojekte.

Sie planen Solidaritätsaktionen für Geflüchtete.

Sie gestalten Friedensgebete oder Andachten.

Sie setzen sich mit christlichen Friedensvorstellungen auseinander.

Sie reflektieren die Bedeutung von Hoffnung, Versöhnung und Verantwortung in Krisenzeiten.

Sie diskutieren, wie persönliches Handeln zu einer friedlicheren Gesellschaft beitragen kann.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.1 Verantwortung für das Leben. Menschenwürde und Gottesebenbildlichkeit.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.2 Dem Zeitgeist widerstehen: Kirche und Diktatur.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Widerstehe den Anfängen: Wo werden heute Menschenrechte verletzt?

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