Didaktisch bietet das Medium einen besonders interessanten Zugang zur Frage, wie Menschen Entscheidungen treffen und ihre Zukunft gestalten. Im Religionsunterricht lässt sich die Methode mit Themen wie Berufung, Lebensweg, Selbstfindung, Verantwortung und Vertrauen verbinden. Die Lernenden erfahren, dass Entscheidungen nicht allein auf rationalen Überlegungen beruhen, sondern dass auch Intuition, Erfahrungen und persönliche Gefühle eine wichtige Rolle spielen. Methodisch beginnt die Einheit mit einer offenen Einführung in das Thema Zukunft und berufliche Orientierung. In Kleingruppen sitzen die Lernenden in einem Stuhlkreis, während jeweils eine Person in der Mitte Platz nimmt. Die übrigen Gruppenmitglieder nennen spontan Tätigkeiten und Berufe, die ihrer Meinung nach zu dieser Person passen könnten. Die Person in der Mitte reagiert intuitiv auf die Vorschläge und notiert diejenigen Ideen, die sie ansprechend findet. Dadurch entsteht ein wertvoller Abgleich von Selbstbild und Fremdbild. In einer anschließenden Einzelarbeitsphase ordnen die Lernenden ihre bevorzugten Tätigkeiten und reflektieren, welche Fähigkeiten, Interessen und persönlichen Voraussetzungen mit diesen Berufen verbunden sind. Darüber hinaus setzen sie sich mit möglichen Befürchtungen und Unsicherheiten auseinander. In Partnergesprächen werden die Ergebnisse vertieft und neue Perspektiven eröffnet. Besonders gewinnbringend ist die abschließende Reflexion über die Rolle von Intuition bei wichtigen Lebensentscheidungen. Im Religionsunterricht können hierbei biblische Berufungsgeschichten, Fragen nach dem eigenen Lebensweg sowie die Bedeutung von Vertrauen und Orientierung thematisiert werden. Das Material fördert Selbstreflexion, Kommunikationsfähigkeit, Empathie, Entscheidungskompetenz und die Fähigkeit, persönliche Stärken mit Zukunftsperspektiven in Beziehung zu setzen. Gleichzeitig erfahren die Lernenden, wie wertvoll die Wahrnehmung anderer Menschen für die eigene Entwicklung sein kann.
In einem ersten Schritt werden in Kleingruppen Stuhlkreise gebildet. Die Person im Zentrum wird von den anderen mit Berufsvorschlägen bedacht. Jedes Mitglied sitzt einmal in der Mitte. Beispiele für Berufe und Berufsfelder mit Qualifikationen und Aufgaben sind im Material enthalten. In den Kleingruppen kann dann ein Austausch über die Gründe für die geäußerten Berufe erfolgen. In einem weiteren Material werden dann eigene Gedanken zur Befufswahl auch bezogen auf die geäußerten Vorschläge festgehalten. Die Erfahrung der Übung können im Plenum besprochen werden.