RU-digitalRU-digital-logo
1 Bild
Lutherhaus

Lutherhaus

Die eigene Berufung finden

Veröffentlichung:1.1.2018

Die Anregung "Die eigene Berufung finden" mit 30 Seiten untersucht die Möglichkeit, Sinn im Leben zu finden. Das Material ist als mit dem Beamer nutzbare Folien aufgebaut. Bibelzitate zur Berufung sind integriert. In mehreren Schritten mit Impulsfragen wird die Frage nach der eigenen Persönlichkeitsentwicklung thematisiert. Das Symbol des Baumes wird verwendet. Ab Seite 17 werden diese Fragen mit einer Hinleitung zu geistigen Berufen aufgebaut. Dieser letzte Schritt kann auch ausgelassen werden. Fragen sind zum Beispiel: Was macht mich lebendig? : Wobei bin ich ganz ich selber? Wie müsste es aussehen, damit es gut ist? Was könnte mein Beitrag sein, dass es so wird?

Aus christlicher Perspektive wird Berufung als Ruf Gottes verstanden, der jedem Menschen gilt und sich in unterschiedlichen Lebensaufgaben, Rollen und Diensten ausdrückt. Das Material unterscheidet zwischen einer allgemeinen Berufung aller Christinnen und Christen und einer individuellen Berufung, die sich aus den persönlichen Gaben, Erfahrungen, Interessen und Lebenssituationen ergibt. Dabei werden biblische Grundlagen, Modelle zur Persönlichkeitsentwicklung sowie praktische Wege der Berufungsfindung vorgestellt. Veranschaulicht wird dies unter anderem durch das Bild des Baumes, dessen Wurzeln für Herkunft und Kraftquellen, dessen Stamm für die Persönlichkeit und dessen Äste für konkrete Lebensaufgaben stehen. Das Seminar versteht Berufung als einen dynamischen Such und Lernprozess, der zur Übernahme von Verantwortung und zum Dienst an anderen Menschen führt.

Products

Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe II, für Kurse zur Berufs und Studienorientierung, für Projekte zur Persönlichkeitsentwicklung sowie für die Arbeit in kirchlichen Gruppen. Es verbindet anthropologische, ethische und theologische Fragestellungen und eröffnet zahlreiche Möglichkeiten zur Selbstreflexion der Lernenden.

Ein sinnvoller Einstieg erfolgt über die Frage, was Menschen unter Berufung verstehen. Die Lernenden sammeln eigene Vorstellungen und vergleichen diese mit dem im Material vorgestellten christlichen Berufungsverständnis. Dabei wird deutlich, dass Berufung mehr bedeutet als Berufswahl oder Karriereplanung und stets mit Verantwortung, Sinn und Dienst verbunden ist.

Das im Seminar verwendete Baummodell eignet sich hervorragend für eine kreative und biografische Erarbeitung. Die Lernenden gestalten einen eigenen Lebensbaum. In die Wurzeln tragen sie prägende Erfahrungen, wichtige Menschen und Kraftquellen ein. Im Stamm beschreiben sie Eigenschaften, Stärken und persönliche Merkmale. In den Ästen formulieren sie Aufgaben, Ziele, Träume und mögliche Lebensaufträge. Diese Methode fördert Selbstwahrnehmung und Identitätsentwicklung und ermöglicht zugleich einen Austausch über unterschiedliche Lebenswege.

Besonders ergiebig ist die Beschäftigung mit Rollen und Lebensaufgaben. Die Lernenden analysieren ihre verschiedenen Rollen in Familie, Schule, Freundeskreis, Verein oder Gesellschaft und reflektieren die damit verbundenen Erwartungen und Verantwortungen. Dabei wird sichtbar, dass Berufung häufig bereits in konkreten Lebenssituationen erfahrbar wird und nicht erst in außergewöhnlichen Ereignissen.

Die Ausführungen zu Begabungen und Charismen können für eine stärkenorientierte Unterrichtsphase genutzt werden. Die Lernenden erstellen persönliche Kompetenzprofile, sammeln Rückmeldungen aus der Lerngruppe und reflektieren eigene Talente. Ergänzend können Partnerinterviews durchgeführt werden, in denen sich die Lernenden gegenseitig Rückmeldungen über wahrgenommene Stärken geben. Dadurch wird deutlich, dass Berufung häufig dort entsteht, wo persönliche Begabungen auf Bedürfnisse anderer Menschen treffen.

Ein weiterer Schwerpunkt kann auf den Wegen der Berufungsfindung liegen. Die Lernenden untersuchen die Bedeutung von Erfahrungen, Interessen, Leidenschaften, Herausforderungen und positiven Rückmeldungen für die Entwicklung eines Lebensauftrags. Dabei können sie Fallbeispiele analysieren oder eigene Zukunftsentwürfe entwickeln. Besonders gewinnbringend ist die Frage, welche Tätigkeiten als sinnstiftend erlebt werden und in welchen Situationen Menschen das Gefühl haben, ganz sie selbst zu sein.

Für die Oberstufe bieten sich vertiefende Diskussionen über Freiheit und Bestimmung an. Die Lernenden setzen sich mit der Frage auseinander, ob Berufung als festgelegter Plan verstanden werden sollte oder ob Menschen verschiedene Möglichkeiten zur Gestaltung ihres Lebens besitzen. Das Material eröffnet hier einen differenzierten Zugang, indem es betont, dass Gott mehrere Wege eröffnet und Berufung nicht als starre Vorherbestimmung verstanden werden darf.

Das Medium eignet sich außerdem für Projekttage, Besinnungstage oder Unterrichtseinheiten zur Lebensplanung. Es unterstützt Lernende dabei, eigene Stärken wahrzunehmen, Zukunftsperspektiven zu entwickeln und die Frage nach Sinn, Verantwortung und persönlicher Lebensgestaltung zu reflektieren.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9G.1a Sehnsucht nach einem erfüllten Leben. Sinn und Lebensglück.

Sekundarstufe II | E1 Religion und Mensch in einer pluralen Welt

E1.4 Christentum in Europa – Christentum weltweit.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9.3 Dem Lebenssinn auf der Spur: Jesus Christus – dem Auferstandenen nachfolgen.

Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 7. Wie sollen/wollen wir leben?.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern Datenschutz.