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Ökumenischer Bericht zur Religionsfreiheit von Christen weltweit

Veröffentlichung:1.1.2017

Die Anregung "Ökumenischer Bericht zur Religionsfreiheit von Christen weltweit " mit 72 Seiten thematisiert Grundlagen der Religionsfreiheit und Beispiele aus Ländern der Welt. Dazu wird auch Kartenmaterial angeboten. Dieses zeigt auch die Verteilung der Religionen und beschriebt ihre Interaktion. Die Umsetzung von Wahrheits- und Reinheitsansprüchen und deren zerstörerische Folgen werden aufgezeigt. Auch die Freiheit zum Glaubenswechsel und die Rechtssituation in Deutschland ist enthalten.

Der „Ökumenische Bericht zur Religionsfreiheit von Christen weltweit 2017“ der Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland widmet sich dem Menschenrecht auf Religions und Weltanschauungsfreiheit sowie den vielfältigen Formen seiner Bedrohung und Verletzung weltweit. Der Bericht erläutert zunächst die menschenrechtlichen Grundlagen der Religionsfreiheit und beschreibt anschließend Ursachen, Erscheinungsformen und regionale Ausprägungen von Diskriminierung, Bedrängung und Verfolgung religiöser Gemeinschaften. Dabei werden unterschiedliche Weltregionen wie der Nahe Osten, Nordafrika, Asien, Europa, Subsahara Afrika und Lateinamerika untersucht. Ein besonderes Schwerpunktthema bildet die Frage des Glaubenswechsels und die Freiheit zur Konversion als wesentlicher Bestandteil religiöser Selbstbestimmung. Ergänzt wird die Veröffentlichung durch Fallbeispiele, Karten, Statistiken, Dokumente der Vereinten Nationen, rechtliche Grundlagen und weiterführende Materialien. Der Bericht verfolgt dabei das Ziel, über die Situation verfolgter und bedrängter Menschen zu informieren, Hintergründe verständlich zu machen und für die Bedeutung der Religionsfreiheit als universales Menschenrecht zu sensibilisieren.

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Für den Religionsunterricht bietet das Medium zahlreiche Möglichkeiten zur Behandlung zentraler Themen religiöser Bildung wie Menschenwürde, Menschenrechte, Religionsfreiheit, Gewissensfreiheit, Toleranz, Pluralität, Verfolgung, Solidarität und globale Verantwortung. Die ausführlichen Sachtexte eignen sich insbesondere für die Sekundarstufe II und ermöglichen eine fundierte Auseinandersetzung mit rechtlichen, politischen, gesellschaftlichen und theologischen Fragestellungen. Lernende können anhand der Fallbeispiele konkrete Schicksale von Menschen analysieren, die aufgrund ihrer religiösen Überzeugungen Diskriminierung oder Verfolgung erfahren. Die Karten und regionalen Übersichten fördern die geographische Einordnung globaler Konflikte, während die statistischen Darstellungen Anlass bieten, Ursachen und Formen religiöser Konflikte kritisch zu untersuchen. Besonders gewinnbringend ist die Arbeit mit den Abschnitten zur Menschenrechtsidee und zur Religionsfreiheit als Ausdruck menschlicher Würde. Hier können Verbindungen zu biblischen Vorstellungen vom Menschen als Ebenbild Gottes hergestellt werden. Das Schwerpunktthema Glaubenswechsel eröffnet darüber hinaus anspruchsvolle Diskussionen über persönliche Freiheit, religiöse Identität und gesellschaftliche Grenzen von Toleranz. Methodisch eignen sich Gruppenarbeiten zu einzelnen Weltregionen, Expertenpuzzle, Debatten, Podiumsdiskussionen, Fallanalysen, Arbeit mit Menschenrechtsdokumenten, Urteilsbildungsaufgaben sowie die Entwicklung eigener Handlungsmöglichkeiten für Solidarität und Menschenrechtsengagement. Durch die Verbindung von globalem Lernen, ethischer Reflexion und theologischer Perspektive fördert das Medium die Entwicklung von Urteilskompetenz, Empathie, Perspektivübernahme und Verantwortungsbewusstsein.

1. Grundlagentexte zu Religionsfreiheit und Menschenrechten

Ein umfangreiches Kapitel erläutert die Religionsfreiheit als Menschenrecht und beschreibt ihre Verankerung in internationalen Menschenrechtsabkommen. Dabei werden die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, der Internationale Pakt über bürgerliche und politische Rechte, die Europäische Menschenrechtskonvention und das Grundgesetz vorgestellt.

Im Unterricht passiert:

Lernende analysieren Menschenrechtstexte.

Zentrale Begriffe wie Menschenwürde, Freiheit und Gewissen werden geklärt.

Menschenrechte werden mit biblischen Vorstellungen vom Menschen verglichen.

Die Bedeutung von Religionsfreiheit für demokratische Gesellschaften wird diskutiert.

Eigene Positionen zu Freiheit und Verantwortung werden entwickelt.


2. Fallbeispiele verfolgter Menschen

Der Bericht enthält konkrete Beispiele von Menschen, die aufgrund ihres Glaubens verfolgt oder diskriminiert werden. Dazu gehören etwa die Fälle von Asia Bibi in Pakistan oder Nguyen Van Dai in Vietnam.

Im Unterricht passiert:

Biografische Zugänge schaffen emotionale Nähe.

Lernende analysieren konkrete Menschenrechtssituationen.

Perspektivwechsel werden eingeübt.

Rollenspiele und Interviews können durchgeführt werden.

Möglichkeiten internationaler Solidarität werden reflektiert.


3. Regionale Länderanalysen

Ein großer Teil des Berichts untersucht die Situation der Religionsfreiheit in verschiedenen Weltregionen wie Naher Osten, Nordafrika, Asien, Europa, Subsahara Afrika und Lateinamerika.

Im Unterricht passiert:

Gruppen übernehmen einzelne Regionen.

Ursachen von Konflikten werden untersucht.

Gemeinsamkeiten und Unterschiede werden verglichen.

Präsentationen und Expertenpuzzle werden durchgeführt.

Globale Zusammenhänge werden sichtbar.


4. Kartenmaterial

Der Bericht enthält Weltkarten zur Verbreitung der Religionen sowie regionale Übersichtskarten. Auf den Karten werden religiöse Mehrheiten und Konflikträume sichtbar gemacht.

Im Unterricht passiert:

Lernende orientieren sich geografisch.

Religiöse Verteilungen werden analysiert.

Konfliktregionen werden lokalisiert.

Zusammenhänge zwischen Religion, Politik und Gesellschaft werden untersucht.


5. Statistiken und Diagramme

Der Bericht enthält statistische Darstellungen zur weltweiten Religionsverteilung sowie Informationen über Formen der Einschränkung von Religionsfreiheit.

Im Unterricht passiert:

Diagramme werden ausgewertet.

Statistische Aussagen werden kritisch hinterfragt.

Eigene Interpretationen werden entwickelt.

Globale Entwicklungen werden sichtbar gemacht.


6. Analyse von Ursachen religiöser Verfolgung

Der Bericht unterscheidet verschiedene Ursachen von Verletzungen der Religionsfreiheit, etwa religiöse Reinheitsvorstellungen, nationalistische Ideologien oder autoritäre Herrschaftssysteme.

Im Unterricht passiert:

Konfliktursachen werden systematisch untersucht.

Ursachenmodelle werden erstellt.

Gegenwärtige Konflikte werden analysiert.

Lernende entwickeln eigene Urteile über politische und gesellschaftliche Entwicklungen.


7. Schwerpunktthema Glaubenswechsel und Konversion

Ein eigenes Kapitel widmet sich der Frage des Religionswechsels als Kernbereich religiöser Freiheit. Dabei werden rechtliche, gesellschaftliche und religiöse Aspekte behandelt.

Im Unterricht passiert:

Diskussionen über persönliche Freiheit werden geführt.

Fragen religiöser Identität werden reflektiert.

Konversionen in Geschichte und Gegenwart werden untersucht.

Lernende diskutieren Grenzen von Toleranz und religiöser Selbstbestimmung.


8. Internationale Menschenrechtsdokumente

Im Anhang findet sich Artikel 18 des Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte sowie weitere internationale Dokumente.

Im Unterricht passiert:

Quellenarbeit wird eingeübt.

Juristische Texte werden erschlossen.

Menschenrechtsargumentationen werden analysiert.

Eigene Menschenrechtspositionen werden entwickelt.


9. Glossar und Institutionenübersicht

Der Bericht erläutert wichtige Institutionen der Vereinten Nationen und internationale Mechanismen zum Schutz der Religionsfreiheit.

Im Unterricht passiert:

Internationale Politik wird verständlich.

Schutzmechanismen für Menschenrechte werden untersucht.

Die Rolle internationaler Organisationen wird bewertet.

Möglichkeiten politischer Einflussnahme werden reflektiert.


10. Fotografien und Bildmaterial

Der Bericht arbeitet mit Fotografien von Christinnen und Christen aus verschiedenen Regionen der Welt sowie mit Bildern aus Konfliktgebieten.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe II | E1 Religion und Mensch in einer pluralen Welt

E1.4 Christentum in Europa – Christentum weltweit.

Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.5 Zukunft der Erde, Zukunft des Menschen und kirchliche Positionen.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 3. Gesellschaftlich-politische Verantwortung aus christlicher Motivation.

Sekundarstufe II | 13 Der Mensch und seine Zukunft - Die Zukunft der Menschheit

13 / 7. Zukunft der Glaubenden.

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