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Planet Schule

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Anne Frank

Veröffentlichung:1.1.1970

Die Unterrichtssequenz "Anne Frank" bietet sieben Materialien, die als PDF oder Word heruntergeladen werden können. Der Lebenslauf wird über eine Videoanalyse und Zitatesammlungen erarbeitet. Die Sequenz kann auch als APP durch die Lernenden genutzt werden.

Das Medium WDR AR 1933–1945: Meine Freundin Anne Frank ist Teil einer innovativen Augmented Reality App, die Zeitzeuginnen des Nationalsozialismus digital in den Unterricht holt. Im Kapitel Meine Freundin Anne Frank berichten zwei enge Freundinnen von Anne Frank über ihre gemeinsame Kindheit, ihre Erinnerungen an Anne sowie über die Verfolgung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung während der Zeit des Nationalsozialismus. Durch die Augmented Reality Technik erscheinen die Zeitzeuginnen scheinbar direkt im Klassenraum und erzählen ihre Geschichte aus persönlicher Perspektive. Die Lernenden erhalten dadurch einen emotionalen und authentischen Zugang zur Lebenswelt Anne Franks, zur Judenverfolgung sowie zu den Erfahrungen von Ausgrenzung, Angst, Flucht und Verlust. Die App verbindet digitale Medien mit historischer Erinnerungskultur und ermöglicht eine intensive Begegnung mit individuellen Lebensgeschichten. Ergänzend stehen Arbeitsblätter und Unterrichtsmaterialien zur Verfügung, die die Erzählungen vertiefen und reflektieren lassen.

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Für den Religionsunterricht bietet das Medium hervorragende Möglichkeiten für biografisches, historisches und ethisches Lernen. Besonders geeignet ist es für die Jahrgangsstufen 7 bis 10 sowie für die Sekundarstufe II in Unterrichtseinheiten zu Nationalsozialismus, Antisemitismus, Menschenwürde, Erinnerungskultur, Menschenrechten, Judentum und Verantwortung. Die persönliche Begegnung mit den Zeitzeuginnen ermöglicht einen emotionalen Zugang, der über die reine Vermittlung historischer Fakten hinausgeht. Lernende können zunächst die Berichte der Freundinnen Anne Franks hören und anschließend deren Erfahrungen analysieren. Dabei bietet sich die Arbeit mit Leitfragen an: Wie verändert Ausgrenzung das Leben eines Menschen? Welche Folgen hat Diskriminierung? Welche Verantwortung tragen Menschen gegenüber Verfolgten? Besonders gewinnbringend ist die Verbindung mit Auszügen aus dem Tagebuch Anne Franks, mit biblischen Texten zur Menschenwürde oder mit aktuellen Formen von Antisemitismus und Ausgrenzung. Methodisch eignen sich Gesprächskreise, Schreibgespräche, Perspektivwechsel, Tagebucheinträge, Rollenbiografien, digitale Lernaufgaben, Gruppenarbeit und kreative Reflexionsformen. Die Augmented Reality Darstellung fördert Aufmerksamkeit und Motivation und ermöglicht eine besondere Form des Zeitzeugenlernens. Gleichzeitig bietet das Material Anlass zur Reflexion über Erinnerungskultur in einer Zeit, in der immer weniger Zeitzeuginnen persönlich von ihren Erfahrungen berichten können. Die Lernenden entwickeln historische Urteilskompetenz, Empathie, moralische Sensibilität und die Fähigkeit, aus historischen Erfahrungen Konsequenzen für Gegenwart und Zukunft abzuleiten.

Einstieg mit der Augmented Reality Anwendung

Die Lernenden begegnen den Freundinnen Anne Franks über die Augmented Reality App. Die Zeitzeuginnen erscheinen scheinbar im Klassenraum und erzählen von ihrer Kindheit, ihrer Freundschaft zu Anne Frank und ihren Erfahrungen während der Verfolgung durch das nationalsozialistische Regime. Im Unterricht werden erste Eindrücke gesammelt und emotionale Reaktionen reflektiert. Die Lernenden formulieren Fragen an die Zeitzeuginnen und halten fest, welche Aussagen sie besonders bewegt haben.


Anne Frank als Freundin und Mitschülerin

Die Lernenden erfahren, wie Anne Frank von ihren Freundinnen wahrgenommen wurde. Dabei steht nicht die bekannte historische Figur im Mittelpunkt, sondern das Mädchen Anne im Alltag. Die Lernenden analysieren die Erinnerungen der Freundinnen und vergleichen diese mit ihrem bisherigen Wissen über Anne Frank. Im Unterricht entstehen Personenporträts und Mindmaps zur Persönlichkeit Anne Franks.


Ausgrenzung und Diskriminierung im Alltag

Die Berichte zeigen, wie sich das Leben jüdischer Kinder durch die nationalsozialistischen Gesetze veränderte. Die Lernenden untersuchen konkrete Beispiele von Ausgrenzung, Diskriminierung und Entrechtung. Anschließend diskutieren sie, welche Auswirkungen Ausgrenzung auf Menschen hat und welche Parallelen sich zu heutigen Formen von Diskriminierung ziehen lassen.


Leben unter der nationalsozialistischen Verfolgung

Die Zeitzeuginnen berichten von Angst, Unsicherheit und dem Verlust von Freiheit. Die Lernenden rekonstruieren die historischen Ereignisse und erstellen Zeitstrahlen oder Schaubilder. Dadurch wird deutlich, wie sich politische Entscheidungen auf das Leben einzelner Menschen auswirkten.


Das Tagebuch Anne Franks

Die Unterrichtsmaterialien ermöglichen die Verbindung der Zeitzeugenberichte mit Auszügen aus dem Tagebuch Anne Franks. Die Lernenden vergleichen die Erinnerungen der Freundinnen mit Annes eigenen Aufzeichnungen. Dabei untersuchen sie unterschiedliche Perspektiven auf dieselben Ereignisse und reflektieren die Bedeutung persönlicher Zeugnisse für die Geschichtsschreibung.


Erinnerungskultur und Zeitzeugenarbeit

Ein zentraler Baustein beschäftigt sich mit der Frage, warum Erinnern wichtig ist. Die Lernenden setzen sich mit der Rolle von Zeitzeuginnen auseinander und diskutieren, wie Erinnerungskultur in Zukunft gestaltet werden kann, wenn keine Zeitzeuginnen mehr persönlich berichten können. Die Augmented Reality Technik wird dabei selbst zum Unterrichtsgegenstand.


Menschenwürde und Menschenrechte

Die Erfahrungen der Zeitzeuginnen werden mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte verbunden. Die Lernenden untersuchen, welche Rechte verletzt wurden und weshalb der Schutz der Menschenwürde eine zentrale Aufgabe demokratischer Gesellschaften ist. Dies kann durch Gruppenarbeit, Fallanalysen oder Diskussionen vertieft werden.


Antisemitismus damals und heute

Die Materialien schlagen Brücken zur Gegenwart. Die Lernenden analysieren historische und aktuelle Formen des Antisemitismus und entwickeln Strategien gegen Vorurteile und Hass. Dabei werden gesellschaftliche Verantwortung und demokratische Werte thematisiert.


Kreative Schreibaufgaben

Die Lernenden verfassen Tagebucheinträge, Briefe an Anne Frank oder persönliche Reflexionen aus der Perspektive einer Freundin Anne Franks. Dadurch werden historische Empathie und Perspektivübernahme gefördert.


Biografisches Lernen

Die Lebensgeschichten der Zeitzeuginnen stehen im Mittelpunkt. Die Lernenden erstellen Biografien, vergleichen unterschiedliche Lebenswege und untersuchen, wie historische Ereignisse individuelle Lebensgeschichten prägen.


Diskussion über Zivilcourage

Ausgehend von den Erfahrungen der Zeitzeuginnen diskutieren die Lernenden die Frage, wie Menschen auf Unrecht reagieren können. Dabei werden Beispiele von Mut, Hilfe und Solidarität während der Zeit des Nationalsozialismus untersucht und auf heutige Situationen übertragen.


Digitale Medien und Erinnerung

Die Augmented Reality Anwendung ermöglicht zudem eine Auseinandersetzung mit digitalen Formen historischen Lernens. Die Lernenden reflektieren Chancen und Grenzen digitaler Zeitzeugenarbeit und bewerten die Wirkung neuer Medien für Erinnerungskultur.

Hessen

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.3. Juden und Christen – eine leidvolle Geschichte. Geschwister im Glauben.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.2 Dem Zeitgeist widerstehen: Kirche und Diktatur.

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