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Klaus GoergenFachverband Ethik Baden Württemberg

Klaus Goergen,

Fachverband Ethik Baden Württemberg

Renaissance der Gefühle

Veröffentlichung:7.5.2010

Die Anregung "Renaissance der Gefühle" mit 59 Seiten enthält Quellentexte klassischer Autoren wie Freud, Hume, Günther Grass, Theodor Fontane und vielen anderen zum Thema Empathie, Affekt, Wunsch, Sympathie, Mitgefühl, Egoismus und Schuld.

Der Reader „Renaissance der Gefühle – Neue Ansätze zur Moralbegründung“ widmet sich der Frage, welche Bedeutung Gefühle für moralisches Urteilen und Handeln besitzen. Das Medium bietet einen umfassenden Überblick über die Geschichte des Gefühlsbegriffs sowie über zentrale Positionen der Gefühlsethik. Dabei werden philosophische, psychologische und neurowissenschaftliche Ansätze miteinander verbunden. Vorgestellt werden unter anderem die Positionen von David Hume, Adam Smith, Jean Jacques Rousseau, Arthur Schopenhauer, Max Scheler, Richard Rorty und Carol Gilligan. Ergänzend finden sich Beiträge zu Empathie, Mitgefühl, Schuld, Scham, moralischen Gefühlen und deren Bedeutung für ethische Entscheidungen. Literarische Texte und praktische Materialien eröffnen darüber hinaus vielfältige Zugänge zur emotionalen Dimension menschlicher Erfahrungen und moralischer Urteilsbildung.

Products

Für den Religionsunterricht bietet der Reader zahlreiche Anknüpfungspunkte zur Förderung ethischer Reflexions und Urteilskompetenz. Die Materialien eignen sich besonders für Unterrichtseinheiten zu Gewissen, Empathie, Verantwortung, Mitgefühl, Schuld, Vergebung, Menschenwürde und moralischem Handeln. Ein motivierender Einstieg kann über konkrete Alltagssituationen erfolgen, in denen Gefühle moralische Entscheidungen beeinflussen. Die Lernenden können beispielsweise eigene Erfahrungen mit Mitgefühl, Scham, Empörung oder Schuld reflektieren und diese mit philosophischen Positionen vergleichen. Die verschiedenen Ansätze der Gefühlsethik bieten sich für arbeitsteilige Gruppenarbeiten an, bei denen unterschiedliche Denker erschlossen und anschließend miteinander verglichen werden. Besonders gewinnbringend sind Diskussionen über die Frage, ob moralisches Handeln eher auf Vernunft oder auf Gefühlen beruht. Die literarischen Texte ermöglichen eine emotionale Annäherung an ethische Fragestellungen und fördern Perspektivübernahme sowie Empathiefähigkeit. Darüber hinaus lassen sich Verbindungen zu biblischen Erzählungen herstellen, etwa zu den Themen Nächstenliebe, Barmherzigkeit, Mitleid und Mitgefühl. Methoden wie Dilemma Diskussionen, Rollenspiele, Standbilder, Schreibgespräche, philosophische Gespräche oder die Analyse moralischer Konfliktsituationen unterstützen die aktive Auseinandersetzung mit den Inhalten. Der Reader eignet sich besonders für die gymnasiale Oberstufe, da er anspruchsvolle philosophische Texte mit lebensweltlich bedeutsamen Fragestellungen verbindet und die Lernenden dazu anregt, die Rolle von Gefühlen in ihrem eigenen moralischen Urteilen kritisch zu reflektieren.

Philosophische Grundlagentexte zu Gefühlen und Emotionen

Die Texte von Engelen, Döring, Perler und Weber Guskar dienen der begrifflichen Klärung. Die Lernenden untersuchen Unterschiede zwischen Gefühlen, Emotionen, Affekten und Stimmungen. Dabei können Definitionen verglichen, Begriffsnetze erstellt und Anwendungsbeispiele diskutiert werden.


Argumente der Gefühlsethik

Die Übersicht der elf Argumente bildet eine hervorragende Grundlage für Debatten. Die Lernenden prüfen, ob Moral eher auf Vernunft oder auf Gefühlen beruht. Gruppen können einzelne Argumente vertreten und in einer Podiumsdiskussion gegeneinander abwägen.


Überblick über wichtige Gefühlsethiker

Die Kurzporträts ermöglichen arbeitsteilige Gruppenarbeit. Jede Gruppe erschließt einen Denker und präsentiert dessen Position. Anschließend vergleichen die Lernenden Gemeinsamkeiten und Unterschiede der verschiedenen Ansätze.


Originaltexte von Francis Hutcheson

Die Lernenden setzen sich mit dem Konzept des „moral sense“ auseinander. Im Unterricht kann diskutiert werden, ob Menschen von Natur aus über ein moralisches Empfinden verfügen. Verbindungen zu Gewissen und Nächstenliebe sind möglich.


Originaltexte von David Hume


Die Texte eignen sich zur Frage, ob Vernunft oder Gefühle moralisches Handeln bestimmen. Die Lernenden analysieren Humes Aussage, dass die Vernunft den Gefühlen dient, und vergleichen diese Position mit Kant oder religiösen Moralvorstellungen.


Originaltexte von Adam Smith

Anhand des Sympathiebegriffs untersuchen die Lernenden die Bedeutung von Empathie und Perspektivübernahme. Rollenspiele und Perspektivwechselübungen bieten sich besonders an.


Texte von Rousseau und Schopenhauer

Hier steht das Mitleid als Grundlage moralischen Handelns im Mittelpunkt. Die Lernenden reflektieren eigene Erfahrungen mit Mitgefühl und diskutieren, ob Mitleid tatsächlich die wichtigste moralische Motivation darstellt.


Texte von Max Scheler

Die Materialien ermöglichen eine Auseinandersetzung mit Werten und Wertwahrnehmung. Die Lernenden untersuchen, welche Werte sie selbst als besonders wichtig ansehen und wie Gefühle zur Werterkenntnis beitragen können.


Texte von Richard Rorty

Die Lernenden diskutieren die Frage, ob Literatur, Filme und persönliche Geschichten moralisches Lernen stärker fördern als abstrakte Regeln. Dies lässt sich mit Medienbeispielen aus der Lebenswelt verbinden.


Texte zu Freud, Damasio und Joachim Bauer

Diese Materialien verbinden Ethik mit Psychologie und Neurowissenschaften. Die Lernenden untersuchen, wie Schuldgefühle, Empathie und moralische Entscheidungen biologisch und psychologisch erklärt werden können. Besonders geeignet sind hier Gruppenrecherchen und Präsentationen.


Definitionen und Übersichten zu Gefühlen

Die Sammlungen von Begriffen und Gefühlsarten eignen sich für emotionale Selbstreflexion. Die Lernenden erweitern ihren Wortschatz für Gefühle und analysieren moralische Gefühle wie Schuld, Scham, Empörung, Dankbarkeit oder Mitgefühl.


Modell moralischer Gefühle

Die Schaubilder können genutzt werden, um Zusammenhänge zwischen Gefühlen und moralischem Verhalten sichtbar zu machen. Die Lernenden ordnen Alltagssituationen verschiedenen moralischen Gefühlen zu.

Material:

Geschichte des Gefühlsbegriffs

E.M. Engelen: Gefühle

S. Döring: Emotionen und Handlungsgründe

D. Perler: Was uns mit der Welt verknüpft

E. Weber-Guskar: Der Duft von frischem Gebäck...

E. Weber-Guskar: Die Klarheit der Gefühle

Argumente der Gefühlsethik

Gefühlsethiker im Überblick

Francis Hutcheson: Moral sense

David Hume: Affekte und Moral

David Hume: Von den Motiven des Willens

David Hume: Verstand, Gefühl und Moral

Adam Smith: Von der Sympathie

Adam Smith: Die Fähigkeit zur Selbsteinschätzung

J. J. Rousseau: Mitleid und Natur

Arthur Schopenhauer: Egoismus und Mitleid

Max Scheler: Grammatik der Gefühle

Richard Rorty: Geborgenheit und Mitgefühl

Christoph Fehige: Empathie a priori

Sigmund Freud: Schuld und Psyche

Damasio: Descartes Irrtum

Joachim Bauer: Biologische Gründe für Empathiefähigkeit

Joachim Bauer: Warum ich fühle, was du fühlst

Moral braucht Gefühl

Moral steckt im Erbgut

Definitionen: Affekt bis Wunsch

Arten von Gefühlen

Ein Alphabet moralischer Gefühle

Modell: Moralische Gefühle

Im Dschungel der Gefühle

Philip Roth: Empörung (Auszug)

Franz Kafka: Der Schlag ans Hoftor

Theodor Fontane: Effi Briest (Auszug)

Max v. d. Grün: Masken

Günter Grass: Als Vater wieder heiraten wollte

Kurt Marti: happyend

Kurt Reding: Apotheke vita nova

Ernst Bloch: Armer Teufel und reicher Teufel

Emotionale Erschließung der literarischen Texte

Hessen

Hessen

Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.1 Moralisch argumentieren – Modelle der Ethik.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 2. Glückssuche und Sinngebung als Aufgabe und Ziel des Lebens.

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