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Sonntagsblatt

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Rabbi Steven Langnas erklärt das jüdische Fest Pessach

Veröffentlichung:20.11.2019

Was und wie Jüdinnen und Juden an Pessach feiern, erklärt der Münchner Rabbi Steven Langnas.

Das Video gibt einen anschaulichen Einblick in das jüdische Pessachfest und zeigt zentrale Bräuche und Bedeutungen dieses wichtigen religiösen Festes. Im Mittelpunkt steht die Vorbereitung auf Pessach, bei der alle gesäuerten Lebensmittel aus dem Haus entfernt werden, sodass nur ungesäuertes Brot gegessen wird. Am Beispiel eines Rabbiners wird deutlich, wie intensiv diese Vorbereitung ist und wie sie zugleich als eine Art gründlicher Hausreinigung erlebt wird. Der Film stellt den Sederabend vor, der nach einer festen Ordnung abläuft und durch symbolische Speisen geprägt ist. Diese erinnern an die Befreiung der Israeliten aus der ägyptischen Sklaverei, etwa durch bittere Kräuter, süße Speisen oder Salzwasser als Zeichen für Leid und Hoffnung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Erzählung der Exodusgeschichte, die vor allem durch Fragen von Kindern weitergegeben wird. Zudem werden Parallelen zum christlichen Osterfest angedeutet, insbesondere als Frühlingsfeste mit religiöser Bedeutung.


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Für den Religionsunterricht bietet das Video zahlreiche didaktische Möglichkeiten, insbesondere im Kontext interreligiösen Lernens und beim Thema Feste im Jahreskreis. Lernenden erhalten einen lebensnahen Zugang zum Judentum, da nicht nur Inhalte vermittelt werden, sondern konkrete religiöse Praxis sichtbar wird. Methodisch kann das Medium gut in eine Unterrichtsreihe zu religiösen Festen eingebettet werden, etwa im Vergleich von Pessach und Ostern. Die Lehrkraft kann einzelne Sequenzen gezielt einsetzen, um zentrale Elemente wie die Vorbereitung, den Sederabend oder die Bedeutung der Speisen herauszuarbeiten. Eine mögliche Methode ist das Erstellen eines symbolischen Sedertellers im Unterricht, bei dem Lernenden die Bedeutung der einzelnen Bestandteile erarbeiten und präsentieren. Ebenso kann die Exodusgeschichte gemeinsam gelesen und mit dem Film verglichen werden. Besonders gewinnbringend ist die Arbeit mit Fragen, da das Medium zeigt, wie wichtig das Fragenstellen im Judentum ist. Lernenden können eigene Fragen formulieren und so einen persönlichen Zugang entwickeln. Auch kreative Methoden bieten sich an, etwa das Schreiben eines kurzen Textes aus der Perspektive eines Kindes beim Sederabend oder das Gestalten eines eigenen Festablaufs. Darüber hinaus kann das Medium genutzt werden, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Judentum und Christentum zu reflektieren und damit Dialogfähigkeit zu fördern. Die Lehrkraft sollte darauf achten, religiöse Inhalte sensibel zu vermitteln und Raum für unterschiedliche Perspektiven zu lassen. So unterstützt das Medium sowohl das Verständnis für religiöse Traditionen als auch die Entwicklung von Respekt und Toleranz.

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