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Misereor

Misereor

Die Hilfe des Flüchtlingsdienstes der Jesuiten

Veröffentlichung:16.1.2020

Syrien ist geprägt vom Krieg und seinen Folgen. In den sozialen Brennpunkten von Damaskus, Aleppo und Homs nimmt sich der Flüchtlingsdienst der Jesuiten, kurz JRS, derer an, die keinerlei Perspektiven mehr haben, Binnenvertriebene und Rückkehrer.

Im Libanon ist MISEREOR-Partner JRS da, wo sich die allermeisten syrischen Flüchtlinge konzentrieren, in Bourj Hammoud im Osten Beiruts und in der Bekaa-Ebene in der Stadt Baalbek und Umgebung. Hier betreibt JRS Schulen und Integrationszentren.

Das Medium stellt die Lebenswirklichkeit von Menschen in Syrien und im Libanon vor, die von Krieg, Flucht, Armut und Perspektivlosigkeit betroffen sind. Im Mittelpunkt stehen persönliche Geschichten von Familien, die trotz großer Not Hoffnung bewahren. Die Lernenden begegnen Menschen wie Khadija aus Aleppo oder Leila aus dem Libanon und erfahren, welche Folgen Krieg, Vertreibung und Verlust für Kinder und Erwachsene haben. Gleichzeitig zeigt das Medium die Arbeit des Flüchtlingsdienstes der Jesuiten als Partner von MISEREOR. Deutlich wird, wie Bildungsangebote, medizinische Hilfe, psychosoziale Begleitung und Begegnungsräume dazu beitragen, Hoffnung, Gemeinschaft und Zukunftsperspektiven zu schaffen. Das Medium macht sichtbar, dass Frieden weit mehr ist als die Abwesenheit von Krieg. Frieden bedeutet Sicherheit, Bildung, Gesundheit, soziale Teilhabe, ein Zuhause und die Möglichkeit, die eigene Zukunft selbst zu gestalten. Die persönlichen Zeugnisse eröffnen einen eindrucksvollen Zugang zu den Themen Frieden, Menschenwürde, Flucht, Versöhnung und globale Verantwortung.

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Für den Religionsunterricht bietet das Medium zahlreiche Möglichkeiten, Friedensbildung und globales Lernen miteinander zu verbinden. Ein sinnvoller Einstieg kann über die abschließende Aussage Khadijas erfolgen: „Frieden ist das Lachen meiner Kinder.“ Die Lernenden können zunächst eigene Vorstellungen von Frieden sammeln und diese mit den Erfahrungen der Menschen im Film vergleichen. Die persönlichen Lebensgeschichten ermöglichen eine emotionale Annäherung an die Situation von Flüchtlingen und fördern Empathie sowie Perspektivübernahme. Im weiteren Verlauf können die Lernenden untersuchen, welche Ursachen zu Flucht und Vertreibung führen und welche Herausforderungen Menschen nach ihrer Flucht bewältigen müssen. Besonders gewinnbringend ist die Arbeit mit biografischen Zugängen, da abstrakte Themen wie Krieg, Migration oder Menschenrechte durch konkrete Schicksale verständlich werden. Methodisch eignen sich Partnerinterviews, Rollenbiografien, Tagebucheinträge aus der Perspektive der Betroffenen oder kreative Schreibaufgaben. Ebenso können die Lernenden Friedensbegriffe aus christlicher Perspektive mit den Aussagen des Films vergleichen und biblische Friedensvisionen, etwa aus den Prophetenbüchern oder der Bergpredigt, erschließen. Die Arbeit mit Zitaten aus dem Film bietet zahlreiche Gesprächsanlässe zu den Themen Hoffnung, Versöhnung, Solidarität und gesellschaftlicher Zusammenhalt. Darüber hinaus eröffnet das Medium Möglichkeiten für interreligiöses Lernen, da die Hilfsprojekte bewusst Menschen unterschiedlicher Religionen und Konfessionen zusammenbringen. Die Lernenden können reflektieren, welche Bedeutung Begegnung, Bildung und soziale Unterstützung für den Aufbau einer friedlichen Gesellschaft besitzen. Besonders geeignet sind Diskussionen, Placemat Verfahren, Gruppenarbeiten oder die Entwicklung eigener Friedensprojekte für Schule und Gemeinde. Das Medium fördert die ethische Urteilsfähigkeit, die Fähigkeit zum Perspektivwechsel sowie die Bereitschaft, Verantwortung für eine gerechtere und friedlichere Welt zu übernehmen.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.1 Verantwortung für das Leben. Menschenwürde und Gottesebenbildlichkeit.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 7

7.1 Protestieren und Aufbegehren: Prophetisches Handeln.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Konflikte heute – typisch menschlich Aktuelle Beispiele von Protest und Aufbegehren

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9.2 Nach Gerechtigkeit streben: Gleiche Lebensbedingungen für alle.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Weltweite Gerechtigkeit (Entwicklungsländer, Verschuldung)

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