Für den Religionsunterricht bietet das Video einen motivierenden und diskussionsanregenden Zugang zur Christologie und zur Frage nach der Bedeutung Jesu für den Glauben heute. Das Video eignet sich besonders als Einstieg in Unterrichtseinheiten über Jesusbilder, Christologie, Gottesvorstellungen oder religiöse Identität. Vor der Sichtung können die Lernenden spontan notieren oder zeichnen, welche Eigenschaften sie mit Jesus verbinden. Nach dem Anschauen lassen sich die verschiedenen im Video dargestellten Jesusbilder sammeln und analysieren. Dabei kann untersucht werden, welche gesellschaftlichen, kulturellen oder persönlichen Vorstellungen hinter den einzelnen Bildern stehen. Besonders gewinnbringend ist ein Vergleich zwischen den zugespitzten Darstellungen des Videos und den biblischen Evangelien. Die Lernenden können in Gruppenarbeiten untersuchen, welche Aussagen der Evangelien die jeweiligen Jesusbilder stützen und welche ihnen widersprechen. Ebenso bietet sich eine kreative Vertiefung an, indem Lernende eigene Jesusbilder gestalten, Collagen erstellen oder kurze Statements formulieren, in denen sie ihre persönliche Sicht auf Jesus beschreiben. In höheren Jahrgangsstufen kann das Video genutzt werden, um die Frage zu diskutieren, ob jede Generation ihren eigenen Jesus konstruiert und welche Bedeutung historische, theologische und persönliche Zugänge für das Verständnis Jesu besitzen. Die provokante Sprache des Videos eröffnet zahlreiche Möglichkeiten zur Förderung von Urteilsfähigkeit, Perspektivwechsel und theologischer Reflexion. Zugleich ermöglicht das Medium eine Auseinandersetzung mit der zentralen Frage des christlichen Glaubens, wer Jesus Christus für Menschen heute ist.