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Dominikaner

Dominikaner

Die deutschen Dominikaner im "Dritten Reich"

Veröffentlichung:1.1.1985

Die Anregung "Die deutschen Dominikaner im Dritten Reich" mit zehn Seiten zeigt acht Beispiele von Dominikanern die schon 1933 öffentlich gegen den Nationalsozialismus gepredigt haben. Dabei kritisieren diese Priester und Mönche die Angriffe gegen jüdische Mitbürger. Obwohl einige Mitbrüder sich durch den Kampf gegen den Bolschewismus vom Wesen des Nationalsozialismus blenden ließen, erkannte der größere Teil dessen Grundlagen als absolut unchristlich. Zudem enthält das Material eine Zusammenfassung der Tätigkeit der katholischen Kirche im Widerstand gegen NS Propaganda und Aktionen.

Das Medium beleuchtet die Rolle deutscher Dominikaner während der Zeit des Nationalsozialismus. Anhand historischer Dokumente, Erinnerungen, Briefe und Berichte werden unterschiedliche Haltungen von Ordensmitgliedern gegenüber dem NS Regime dargestellt. Dabei zeigt das Medium sowohl Formen der Anpassung als auch Beispiele von Widerstand und Verfolgung. Im Mittelpunkt stehen Persönlichkeiten wie Laurentius Siemer, Franziskus Maria Stratmann, Aurelius Arkenau und Odilo Braun, die sich in unterschiedlicher Weise gegen Unrecht, Judenverfolgung und die Ideologie des Nationalsozialismus engagierten. Zugleich thematisiert das Medium die Verstrickungen, Ambivalenzen und Schuldfragen innerhalb des Ordens und regt zur kritischen Auseinandersetzung mit kirchlichem Handeln in Diktaturen an.

Products

Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe I und II in den Themenbereichen Kirche im Nationalsozialismus, Gewissen und Verantwortung, christlicher Widerstand sowie Schuld und Erinnerungskultur. Lernende können anhand ausgewählter Biografien die Frage untersuchen, welche Handlungsmöglichkeiten Menschen unter einer Diktatur besitzen und welche Bedeutung christliche Überzeugungen für mutiges Handeln entfalten können. Methodisch bietet sich die Arbeit mit Quellen an, beispielsweise durch Gruppenarbeit zu einzelnen Dominikanern, die Erstellung von Personenprofilen oder die Analyse von Zeitzeugenaussagen. Ebenso können Lernende die unterschiedlichen Reaktionsweisen innerhalb des Ordens vergleichen und diskutieren, warum manche Personen Widerstand leisteten, während andere schwiegen oder sich anpassten. Durch Rollenspiele, Podiumsdiskussionen oder Debatten lassen sich ethische Fragestellungen vertiefen, etwa zur Verantwortung des Einzelnen gegenüber Staat und Gewissen. Darüber hinaus ermöglicht das Medium eine Verbindung zur Gegenwart, indem Lernende über Zivilcourage, Menschenrechte und den Umgang mit autoritären Entwicklungen nachdenken. Die kritische Reflexion über Schuld, Mitverantwortung und die Bedeutung historischer Erinnerung eröffnet dabei einen wichtigen Zugang zu religiöser und ethischer Bildung.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.3. Juden und Christen – eine leidvolle Geschichte. Geschwister im Glauben.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.2 Dem Zeitgeist widerstehen: Kirche und Diktatur.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Das Reichskonkordat (20. Juli 1933) – „Maulkorb“ oder Rechtssicherheit für die katholische Kirche?
  • Die Enzyklika „Mit brennender Sorge“ - Papst Pius XI

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