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Sketch Bibel

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4. Advent: Elisabeth und Maria | Lk 1, 39–45 | Sketch-Bibel #95

Veröffentlichung:16.12.2021

4. Advent – kurz vor Weihnachten. Der Evangelist Lukas erzählt vom Treffen der beiden Frauen Maria und Elisabeth. Ein Dialog, der in einen Lobpreis mündet, obwohl die aktuelle Situation von Maria und Elisabeth alles andere als rosig aussah. Ein Dialog über die Hoffnung, die wächst und zur Welt kommen will.

Das Video behandelt den letzten zitierten Satz aus dem Evangelium des vierten Adventssonntags: "Selig die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ." Der Begriff "selig" wird in Verbindung mit Weihnachten eher mit etwas Jenseitigem und Vertröstendem assoziiert. Es bedeutet ein absolutes Glücklichsein, frei von allen Widrigkeiten. Es scheint etwas zu sein, das im Diesseits nicht möglich ist. Es sind jedoch eher die kleinen Augenblicke und Momente, die nicht festgehalten werden können und plötzlich da sind, aber auch wieder verschwinden. "Selig die geglaubt hat" wird zu Maria gesagt, und in den beiden Frauen keimt Hoffnung inmitten einer kalten und dunklen Welt. Die Weihnachtszeit ist kein Ort der Vertröstung, sondern ein Aufblühen der Hoffnung, das bereits spürbar ist und zur Welt gebracht werden möchte. Maria hat geglaubt und ihre Sinne geschärft für das, was außerhalb ihrer bisherigen Sichtweise lag. Sie hat sich über ihren eigenen Schatten erhoben und ist aufgerichtet worden. Diese befreiende Zuversicht bringt nicht nur eine Idee hervor, sondern ein konkret gelebtes Leben, eine Liebe, die sich von Tod und Gewalt nicht aufhalten lässt. Jesus brachte zwar nicht das Paradies auf Erden, aber es gab Momente des Glücks und der Seligkeit inmitten einer erbarmungslosen und gewalttätigen Welt. Wer sich dieser größeren Perspektive öffnet, wird seine eigene Hoffnung spüren und wie bei Elisabeth vor Freude im eigenen Leib hüpfen lassen. Aus dem Dialog der beiden Frauen können wir lernen, sensibler für die Dinge zu sein, die bereits da sind, aber vielleicht bisher nicht im Blickfeld lagen. Die Hoffnung keimen zu lassen und für eine selige und glückselige Welt wachsen zu lassen, das ist der Wunsch für die kommende Adventszeit und natürlich auch für Weihnachten.


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Das Video eignet sich besonders für den Einsatz in der Adventszeit in den Jahrgangsstufen der Sekundarstufe I und II. Inhaltlich eröffnet es einen lebensweltlichen Zugang zur biblischen Begegnung von Maria und Elisabeth und ermöglicht eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Themen Hoffnung, Glaube, Vertrauen und Zukunftsperspektiven. Zu Beginn der Unterrichtseinheit kann das Video als Impulsmedium eingesetzt werden, um die Lernenden ihre spontanen Assoziationen zum Begriff „selig“ sammeln zu lassen. Dabei können zunächst traditionelle Vorstellungen von Seligkeit, Glück und Jenseits thematisiert und anschließend mit den im Video entwickelten Deutungen verglichen werden. In einer arbeitsteiligen Gruppenphase können die Lernenden zentrale Aussagen des Videos analysieren und herausarbeiten, wie Maria als Vorbild für Vertrauen und Hoffnung dargestellt wird. Besonders gewinnbringend ist die Verknüpfung mit dem biblischen Text der Heimsuchung aus dem Lukasevangelium. Die Lernenden können untersuchen, welche Hoffnungszeichen die beiden Frauen erkennen und welche Bedeutung diese Erfahrungen für ihr Leben haben. Darüber hinaus bietet das Medium zahlreiche Anknüpfungspunkte für eine persönliche Reflexion. Die Lernenden können darüber nachdenken, welche Hoffnungen sie selbst tragen, welche Erfahrungen von Zuversicht sie kennen und welche „neuen Möglichkeiten“ sie in ihrem eigenen Leben wahrnehmen. Kreative Zugänge sind etwa das Verfassen eines Briefes von Elisabeth an Maria, das Gestalten eines Hoffnungstagebuches oder die Entwicklung moderner Seligpreisungen für die heutige Zeit. In der Oberstufe kann das Video zudem genutzt werden, um theologische Vorstellungen von Hoffnung mit gesellschaftlichen Krisenerfahrungen zu verbinden und die Frage zu diskutieren, wie religiöser Glaube Menschen in herausfordernden Situationen Orientierung geben kann. Das Medium fördert somit sowohl die bibelhermeneutische Kompetenz als auch die Fähigkeit der Lernenden, religiöse Aussagen auf ihre eigene Lebenswirklichkeit zu beziehen.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.1 Verantwortung für das Leben. Menschenwürde und Gottesebenbildlichkeit.

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9G.1b Evangelisch-katholisches Gemeinschaftsprojekt: Wofür es sich zu leben lohnt.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9.3 Dem Lebenssinn auf der Spur: Jesus Christus – dem Auferstandenen nachfolgen.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Glücksbilder - Gesellschaft, Medien, Kultur

Sekundarstufe II | 11/2 Der Mensch auf der Suche nach Gott

11.2 / 6. Der Mensch als das sich transzendierende Wesen.

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