Große Feiern erscheinen seltsam in diesen Pandemiezeiten, aber die Hochzeit zu Kana muss ein rauschendes Fest gewesen sein: 600 Liter Wasser macht Jesus da mal eben zu Wein. Doch es geht nur vordergründig um das Wunder und vielmehr um die Tiefendimension dieses Zeichens, das da am Beginn des Johannesevangeliums am Horizont aufblitzt, ohne gleich alles zu offenbaren.
Im Johannesevangelium startet Jesus seine öffentliche Karriere mit einem Wunder, bei dem er etwa 600 Liter Wasser in Wein verwandelt. Doch der Text deutet an, dass es hier nicht nur um das Wunder an sich geht, sondern dass dieses Zeichen eine tiefere Bedeutung hat. Es ist das erste Zeichen, das in diesem Evangelium auftaucht und es lässt die tiefere Dimension des gesamten Evangeliums aufblitzen.
Die Hochzeit zu Kana wird als ein Bild für die Verbindung von Gott und seinem Volk im Alten Testament betrachtet. In Jesus verbindet sich Gott mit den Menschen, und in ihm wird sowohl das Menschliche als auch das Göttliche sichtbar. Der dritte Tag, an dem die Hochzeit stattfindet, wird auch als Hinweis auf Ostern gesehen.
Das Video beschäftigt sich mit der Erzählung von der Hochzeit zu Kana aus dem Johannesevangelium, dem ersten öffentlichen Zeichen Jesu. Ausgangspunkt ist das bekannte Geschehen, bei dem Jesus Wasser in Wein verwandelt. Das Video macht jedoch deutlich, dass die Geschichte nicht in erster Linie als spektakuläres Wunder verstanden werden soll, sondern als theologisches Zeichen. Johannes verweist durch zahlreiche Symbole auf die tiefere Bedeutung des Handelns Jesu. Die Hochzeit wird als Bild für die Verbindung Gottes mit den Menschen gedeutet, der dritte Tag verweist auf die Auferstehung, und die große Menge an Wein symbolisiert die überströmende Fülle des Lebens, die Gott schenken möchte. Zugleich wird die Rolle Marias hervorgehoben, die die Menschen darauf vorbereitet, Gottes Handeln wahrzunehmen und sich in seinen Dienst stellen zu lassen. Die Erzählung eröffnet damit einen Ausblick auf die zentrale Botschaft des Johannesevangeliums: In Jesus zeigt sich ein Gott, der Leben, Freude und Hoffnung in Fülle schenken will.