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Sketch Bibel

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Die Er-Kenntnis des Johannes | Joh 1, 29-34 | Sketch-Bibel #143

Veröffentlichung:12.1.2023

Das Video aus der Reihe „Sketch Bibel“ nimmt einen Abschnitt aus dem Johannesevangelium zum Anlass, über den Unterschied zwischen „kennen“ und „erkennen“ nachzudenken. Ausgangspunkt sind die Worte Johannes des Täufers, der mehrfach betont: „Ich kannte ihn nicht.“ Erst durch die Erfahrung des Geistes Gottes erkennt Johannes in Jesus den Sohn Gottes. Das Video deutet diese Aussage nicht als Ausdruck von Unwissenheit oder Versagen, sondern als Haltung der Offenheit. Wer glaubt, bereits alles zu kennen, verschließt sich neuen Erfahrungen und Erkenntnissen. Erkennen hingegen wird als ein dynamischer Prozess beschrieben, der Überraschung, Lernen und Veränderung ermöglicht. Der Beitrag verbindet diese biblische Perspektive mit Fragen des Glaubens, menschlicher Beziehungen und des Lernens insgesamt. Im Mittelpunkt steht die Einsicht, dass Glaube nicht aus dem Besitz fertiger Antworten lebt, sondern aus der Bereitschaft, sich immer wieder neu auf Menschen, Erfahrungen und Gottes Wirken einzulassen.

Johannes ist ja bekannt für seine komplexe Theologie. Aber beim heutigen Evangelium bleibe ich an etwas ganz banalem hängen: die Bedeutung von Kennen und Erkennen. Kennen und erkennen sind zwei Worte, die zunächst sehr ähnlich klingen. Aber wenn man sich den Text des Evangelium anschaut, könnten sie fast nicht gegensätzlicher sein! Johannes sagt dort: „Auch ich kannte ihn nicht; aber ich bin gekommen und taufe mit Wasser, damit er Israel offenbart wird.“ Und später: „Auch ich kannte ihn nicht; aber er, der mich gesandt hat, mit Wasser zu taufen, er hat mir gesagt: Auf wen du den Geist herabkommen und auf ihm bleiben siehst, der ist es, der mit dem Heiligen Geist tauft. Und ich habe es gesehen und bezeugt: Dieser ist der Sohn Gottes.“

Das Video betont den Unterschied zwischen "kennen" und "erkennen". Johannes im Evangelium sagt, dass er Jesus zunächst nicht kannte, aber durch die Taufe erkannt hat, wer Jesus ist. Die Unkenntnis von Johannes ist keine Schwäche, sondern eine Offenheit für das Neue. Im Gegensatz dazu bedeutet "kennen" oft, dass man etwas auf seinen eigenen Kenntnishorizont begrenzt und keine Überraschungen zulässt. Es wird die Frage gestellt, wie viel Unsicherheit und Offenheit wir uns selbst und anderen gegenüber erlauben. Die Botschaft des Glaubens erfordert eine Haltung des Nicht-Wissens und des Staunens. Es wird betont, dass Gott im offenen und achtsamen Umgang mit anderen Menschen präsent ist. Die Haltung des Nicht-Wissens ermöglicht die größte Erkenntnis. Es wird angeregt, über diese Ideen nachzudenken. Das Video endet mit Segenswünschen für den Sonntag und die kommende Woche.


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Für den Religionsunterricht bietet das Video vielfältige Anknüpfungspunkte zu den Themen Glaube, Erkenntnis, Offenheit, Lernen und Gotteserfahrung. Das Video eignet sich besonders für Unterrichtseinheiten zum Johannesevangelium, zur Person Johannes des Täufers oder zur Frage, wie Menschen zu religiösen Überzeugungen gelangen. Die Lernenden können zunächst die Begriffe „kennen“ und „erkennen“ miteinander vergleichen und eigene Beispiele aus ihrem Alltag sammeln. Anschließend bietet sich eine Analyse der Aussagen Johannes des Täufers an. Dabei kann herausgearbeitet werden, weshalb seine ursprüngliche Unkenntnis gerade die Voraussetzung für eine tiefere Erkenntnis wird. Besonders gewinnbringend ist die Frage, welche Rolle Offenheit und Zweifel in Lernprozessen spielen. Die Lernenden können untersuchen, wie Vorurteile, festgelegte Meinungen oder vermeintliche Gewissheiten neue Erkenntnisse verhindern können. Methodisch eignen sich philosophische Gespräche, Perspektivwechsel, Reflexionsaufgaben oder die Analyse von Situationen, in denen Menschen ihre Meinung aufgrund neuer Erfahrungen verändert haben. Darüber hinaus eröffnet das Video einen Zugang zur Frage, wie Glauben und Lernen miteinander verbunden sind. Für ältere Lernende kann die Parallele zwischen wissenschaftlicher Forschung und religiöser Suche vertieft werden. Beide leben von der Bereitschaft, Fragen zu stellen und sich von neuen Einsichten überraschen zu lassen. Das Medium fördert die Reflexionsfähigkeit der Lernenden und macht deutlich, dass Glaube nicht Stillstand, sondern ein lebenslanger Prozess des Entdeckens und Erkennens ist.

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