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Sprouts Deutschland

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Nietzsche: Wölfe und Schafe

Veröffentlichung:7.3.2022

Das Video führt in Friedrich Nietzsches provokante Unterscheidung zwischen einer sogenannten Herrenmoral und einer Sklavenmoral ein. Ausgehend von biologischen und psychologischen Unterschieden zwischen Menschen beschreibt das Medium Nietzsches Vorstellung, dass sich unterschiedliche Moralvorstellungen aus unterschiedlichen Lebensformen und Bedürfnissen entwickeln. Mithilfe der Bilder von Schafen und Wölfen wird erläutert, wie verschiedene Gruppen jeweils eigene Vorstellungen von Gut und Böse hervorbringen. Während Stärke, Mut, Unabhängigkeit und Macht aus Sicht der Starken als positiv erscheinen, bewerten die Schwachen Gemeinschaft, Sicherheit, Bescheidenheit und Schutz als erstrebenswert. Das Video zeigt, dass Nietzsche Moral nicht als zeitlose Wahrheit versteht, sondern als historisch gewachsene und von menschlichen Interessen geprägte Konstruktion. Zugleich wird seine These vorgestellt, dass sich im Laufe der Geschichte eine Umkehrung moralischer Werte vollzogen habe, bei der Eigenschaften wie Demut und Bescheidenheit höher bewertet werden als Macht und Stärke.

"Das, was uns nicht umbringt, macht uns stärker", schrieb Friedrich Nietzsche. In diesem Sprouts-Special in Zusammenarbeit mit Stephen Hicks erforschen wir Nietzsches Einteilung der Welt in Schafe und Wölfe und wie unsere Moral, das, was wir als gut und böse ansehen, das Ergebnis brutaler biologischer Ereignisse ist.


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Didaktisch eignet sich das Video besonders für den Religionsunterricht der gymnasialen Oberstufe in den Themenbereichen Religionskritik, Ethik, Menschenbild, Moral, Werte und Philosophie. Das Video bietet einen anspruchsvollen Zugang zu zentralen Fragen der Moralphilosophie und ermöglicht den Lernenden die Auseinandersetzung mit einer der einflussreichsten Kritiken christlicher Wertvorstellungen. Zu Beginn kann die Frage diskutiert werden, welche Eigenschaften Menschen heute als moralisch gut betrachten und warum bestimmte Tugenden gesellschaftlich geschätzt werden. Während der Rezeption können die Lernenden Nietzsches Gegenüberstellung von Stärke und Schwäche analysieren und die Argumentationsstruktur seiner Moralkritik herausarbeiten. Besonders gewinnbringend ist die kritische Auseinandersetzung mit der Frage, ob Moral tatsächlich biologisch begründet werden kann oder ob sie auf anderen Grundlagen beruht. Im Religionsunterricht bietet sich darüber hinaus eine intensive Gegenüberstellung von Nietzsches Position mit christlichen Vorstellungen von Nächstenliebe, Barmherzigkeit, Demut und Solidarität an. Die Lernenden können untersuchen, warum Jesus gerade den Schwachen, Kranken und Ausgegrenzten besondere Aufmerksamkeit schenkt und welche Konsequenzen sich daraus für das christliche Menschenbild ergeben. Methodisch eignen sich Debatten, philosophische Gespräche, Textanalysen, Positionierungsspiele oder die Arbeit mit ethischen Dilemmata. Dabei sollten die Lernenden erkennen, dass Nietzsches Überlegungen bewusst zuspitzen und provozieren, um grundlegende Fragen nach Ursprung, Funktion und Legitimation moralischer Werte aufzuwerfen. Das Medium fördert philosophische Urteilsfähigkeit, ethische Reflexion, Perspektivübernahme und die Fähigkeit, unterschiedliche Menschenbilder kritisch miteinander zu vergleichen.

Hessen

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Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.1 Moralisch argumentieren – Modelle der Ethik.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 1. Grundzüge christlicher Moral im Kontext philosophischer Ethik.

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