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Sprouts Deutschland

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Erlernte Hilflosigkeit

Veröffentlichung:28.6.2023

Das Video beschäftigt sich mit dem psychologischen Konzept der erlernten Hilflosigkeit und zeigt, wie Menschen die Überzeugung entwickeln können, keinen Einfluss auf ihr eigenes Leben oder ihre Umwelt zu haben. Ausgangspunkt ist das bekannte Experiment der Psychologen Martin Seligman und Steven F. Maier, bei dem Hunde lernten, unangenehmen Situationen entweder zu entkommen oder ihnen hilflos ausgeliefert zu sein. Anschließend überträgt das Video diese Erkenntnisse auf die menschliche Entwicklung und erzählt die Geschichte des Jungen Joe. Durch übermäßige Fürsorge, mangelnde Selbstständigkeitserfahrungen und fehlendes Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten entwickelt Joe zunehmend das Gefühl, Herausforderungen nicht allein bewältigen zu können. Das Medium verdeutlicht, wie erlernte Hilflosigkeit entsteht und welche Folgen sie für Selbstvertrauen, Entscheidungsfähigkeit und persönliche Entwicklung haben kann.

Manchmal befinden wir uns in einem mentalen Zustand, in dem wir das Gefühl haben, eine negative Situation nicht ändern zu können. Wenn dies über einen längeren Zeitraum der Fall ist, kann dies zu erlernter Hilflosigkeit führen - wir versuchen nicht einmal mehr, unsere Umstände zu ändern. Das Konzept wurde erstmals von Martin Seligman vorgestellt, der es bei Hunden beobachtete, die wiederholt Elektroschocks ausgesetzt waren und nicht mehr versuchten, diese zu vermeiden, selbst wenn sie die Möglichkeit dazu hatten.


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Didaktisch eignet sich das Video besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe I und II in den Themenfeldern Freiheit, Verantwortung, Identität, Selbstwirksamkeit, Menschenbild und Persönlichkeitsentwicklung. Das Video eröffnet einen lebensnahen Zugang zu der Frage, wie Menschen Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten entwickeln und welche Bedeutung Erziehung, Erfahrungen und soziale Beziehungen für die Ausbildung von Selbstständigkeit besitzen. Zu Beginn können die Lernenden Situationen reflektieren, in denen sie sich machtlos oder handlungsfähig gefühlt haben. Während der Rezeption bietet sich die Analyse der Ursachen und Folgen erlernter Hilflosigkeit an. Die Lernenden können untersuchen, welche Erfahrungen Joe prägen und welche alternativen Handlungsmöglichkeiten seine Entwicklung gefördert hätten. Besonders gewinnbringend ist die Verbindung mit religiösen und anthropologischen Fragestellungen. So kann gefragt werden, welche Bedeutung Hoffnung, Vertrauen, Mut und Verantwortung für ein gelingendes Leben besitzen. Ebenso lassen sich biblische Erzählungen einbeziehen, in denen Menschen neue Zuversicht gewinnen und trotz schwieriger Lebensumstände handlungsfähig werden. Beispiele sind Berufungsgeschichten, Heilungserzählungen oder Befreiungsgeschichten. Methodisch eignen sich Fallanalysen, Rollenspiele, Lerntagebücher, biografische Reflexionen oder die Entwicklung von Strategien zur Stärkung von Selbstwirksamkeit. Das Medium fördert die Selbstreflexion der Lernenden und sensibilisiert für die Bedeutung von Ermutigung, Vertrauen und unterstützenden Beziehungen. Gleichzeitig regt es dazu an, über die Verantwortung von Eltern, Lehrkräften und Gesellschaft nachzudenken, Menschen auf dem Weg zu Selbstständigkeit und Eigenverantwortung zu begleiten.

Hessen

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9G.1a Sehnsucht nach einem erfüllten Leben. Sinn und Lebensglück.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9.3 Dem Lebenssinn auf der Spur: Jesus Christus – dem Auferstandenen nachfolgen.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Glücksbilder - Gesellschaft, Medien, Kultur

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