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Gibt es einen strafenden Gott?

Veröffentlichung:22.9.2023

Gibt es einen strafenden Gott?

Ich weiß nicht, ob du in letzter Zeit vielleicht noch einmal die Bibel aufgeschlagen hast, aber ganz häufig begegnen mir Menschen, die sagen: "Boah, also der Gott des ersten Testaments, das ist ja so ein richtig strafender Gott. Das ist ja teilweise so brutal, was dort geschrieben steht. An diesen Gott kann und will ich gar nicht glauben." Ich weiß nicht, ob Gott ein strafender Gott ist oder nicht, denn wir können nur sehr wenig über Gott wissen. Wir können eigentlich nur Erfahrungen mit Gott machen. Und die Erfahrung, die ich mit Gott gemacht habe, ist: Nein, Gott ist kein strafender Gott.

Und jetzt fragst du dich vielleicht: "Ja, aber warum haben wir dann die ganzen Stellen von Strafen in Gott im ersten Testament der Bibel?" Nun ja, weil Menschen immer wieder versucht haben, das, was sie nicht beschreiben können, in Worte zu fassen. Dazu haben sie Worte und teilweise auch kulturelle Sichtweisen aus ihrer Zeit genommen, um zu beschreiben, was sie nicht beschreiben können.

Das Video setzt sich mit der theologischen Frage auseinander, ob Gott als strafender Gott verstanden werden kann. Ausgangspunkt ist die häufig geäußerte Wahrnehmung, dass insbesondere im Alten Testament Gottesbilder erscheinen, die von Strafe, Gericht und Gewalt geprägt sind. Das Video stellt dieser Sichtweise die Überlegung gegenüber, dass biblische Texte immer auch Ausdruck der Erfahrungen und Weltdeutungen der Menschen ihrer jeweiligen Zeit sind. Es wird erläutert, dass Menschen seit jeher versucht haben, Leid, Unglück und Krisen zu erklären und dabei häufig einen Zusammenhang mit Gott hergestellt haben. Demgegenüber betont das Medium die Vorstellung eines liebenden Gottes, wie sie insbesondere im Neuen Testament zum Ausdruck kommt. Im Mittelpunkt steht die Aussage „Gott ist Liebe“, die als grundlegender Schlüssel zum Verständnis Gottes vorgeschlagen wird. Das Video regt dazu an, historische Gottesbilder kritisch zu betrachten und über die eigene Vorstellung von Gott nachzudenken.

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Für den Religionsunterricht eignet sich das Video hervorragend zur Behandlung zentraler theologischer Fragestellungen rund um Gottesbilder, Leid, Theodizee und Bibelauslegung. Es bietet einen lebensnahen Zugang zu einer Frage, die viele Lernende beschäftigt: Wie kann ein guter und liebender Gott mit Leid und Ungerechtigkeit in der Welt zusammenpassen? Zu Beginn können die Lernenden eigene Vorstellungen von Gott sammeln und unterschiedliche Gottesbilder vergleichen. Anschließend bietet das Video einen Impuls, um die Entstehung biblischer Texte im historischen Kontext zu thematisieren. Die Lernenden können untersuchen, wie Menschen verschiedener Zeiten ihre Erfahrungen mit Gott gedeutet haben und welche Vorstellungen von Gott dabei entstanden sind. Methodisch eignen sich Bibelvergleiche zwischen Texten, die Gottes Gericht betonen, und Texten, die Gottes Liebe und Barmherzigkeit hervorheben. Ebenso können Standpunktdiskussionen, philosophische Gespräche oder theologische Debatten durchgeführt werden. Besonders gewinnbringend ist die Auseinandersetzung mit der Frage, ob Gottesbilder zeitgebunden sind und wie Menschen heute von Gott sprechen können. Auch die Theodizeefrage kann altersgerecht aufgegriffen werden, indem die Lernenden über Erfahrungen von Leid, Ungerechtigkeit und Hoffnung nachdenken. Das Medium fördert religiöse Urteilsfähigkeit, die Fähigkeit zur kritischen Bibelauslegung und die Entwicklung eines reflektierten persönlichen Gottesverständnisses. Zugleich eröffnet es einen Raum für existenzielle Fragen nach Sinn, Vertrauen und Hoffnung angesichts menschlicher Erfahrungen von Leid und Krisen.

Hessen

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Sekundarstufe II | Q2 Gott – verborgen und offenbar

Q2.2 Der drei-einige Gott – das spezifisch christliche Gottesverständnis.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 11/2 Der Mensch auf der Suche nach Gott

11.2 / 7. Allgemeine Gottesidee, philosophischer Gottesbegriff und personales Gottesbild.

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