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Kirche2go

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Dürfen Christinnen und Christen wütend sein?

Veröffentlichung:2.11.2022

Kirche2go fragt: Dürfen Christinnen und Christen wütend sein? Pfarrerin Laura Kadur gibt zu: Sie ist oft wütend, zum Beispiel über die über die Ungerechtigkeit dieser Welt. Viele Menschen reagieren dann verwundert und fragen sie, ob sie denn überhaupt wütend sein darf. Was Laura Kadur daraufhin erwidert und ob Jesus auch mal wütend war, das erfahren Sie in dieser Kirche2go-Folge.

Das Video beschäftigt sich mit der Frage, ob Wut mit dem christlichen Glauben vereinbar ist. Ausgehend von alltäglichen Erfahrungen von Ärger und Empörung wird die weit verbreitete Vorstellung hinterfragt, Christen müssten stets friedlich, gelassen und konfliktfrei sein. Das Video verweist auf biblische Beispiele, insbesondere auf Jesus, der angesichts von Unrecht und Missständen selbst Zorn zeigte. Wut wird dabei nicht als etwas grundsätzlich Negatives dargestellt, sondern als eine natürliche und gesunde menschliche Emotion. Entscheidend sei die Frage, woher die Wut kommt und wie Menschen mit ihr umgehen. Das Medium plädiert dafür, Wut bewusst wahrzunehmen, zu reflektieren und in konstruktives Handeln umzuwandeln.

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Für den Religionsunterricht bietet das Video einen lebensweltlich bedeutsamen Zugang zu den Themen Gefühle, Ethik, Nachfolge Jesu und christliche Verantwortung. Die Frage nach Wut betrifft alle Lernenden unmittelbar, da sie regelmäßig Erfahrungen mit Ärger, Frustration oder Ungerechtigkeit machen. Das Video kann als Gesprächsanlass dienen, um eigene Erfahrungen mit Wut zu reflektieren und zwischen destruktiven und konstruktiven Formen des Umgangs mit dieser Emotion zu unterscheiden. Methodisch eignen sich zunächst Impulsfragen oder Fallbeispiele aus dem Alltag der Lernenden. Anschließend können biblische Texte untersucht werden, in denen Wut eine Rolle spielt. Besonders geeignet sind die Tempelreinigung Jesu oder prophetische Texte, die sich gegen soziale Ungerechtigkeit wenden. Die Lernenden können herausarbeiten, dass Wut in der Bibel häufig mit dem Einsatz für Gerechtigkeit verbunden ist. Darüber hinaus bietet das Medium Möglichkeiten zur ethischen Urteilsbildung. In Diskussionen kann der Frage nachgegangen werden, wann Wut berechtigt ist und wann sie anderen Menschen schadet. Kreative Methoden wie Standbilder, Rollenspiele oder die Entwicklung von Handlungsalternativen ermöglichen eine vertiefte Auseinandersetzung. Besonders gewinnbringend ist die Verbindung zu aktuellen gesellschaftlichen Themen wie Diskriminierung, Ausgrenzung oder sozialer Ungerechtigkeit. Dabei können die Lernenden überlegen, wie berechtigte Empörung zu verantwortungsvollem Handeln führen kann. Das Medium fördert emotionale Bildung, Selbstreflexion und die Fähigkeit, christliche Werte mit konkreten Erfahrungen des Alltags in Beziehung zu setzen.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 8

8G.1 Ein eigener Mensch werden. Entwicklung der Persönlichkeit.

Sekundarstufe II | E1 Religion und Mensch in einer pluralen Welt

E1.3 Aspekte christlicher Anthropologie.

Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.2 Biblische Ethik – Spannung zwischen Gerechtigkeit und Barmherzigkeit.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 7

7.2 Vom Umgang mit Freiheit: Gebot und Gewissen.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Mut zum Gewissen

Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 7. Wie sollen/wollen wir leben?.

Sekundarstufe II | 13 Der Mensch und seine Zukunft - Die Zukunft der Menschheit

13 / 2. Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit – eine Herausforderung an die Christen.

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