Die Mystery Methode ermöglicht es den Lernenden, selbstständig komplexe Zusammenhänge zu erschließen und unterschiedliche Informationen miteinander zu vernetzen. Durch die Arbeit mit Informationskarten entwickeln sie Hypothesen, diskutieren Ursachen und Folgen des Klimawandels und erstellen gemeinsam eine sogenannte Connected Map. Dabei werden fachliche, ethische und religiöse Perspektiven miteinander verbunden. Besonders wertvoll für den Religionsunterricht ist die Förderung von Urteilsfähigkeit, Perspektivwechsel und Dialogkompetenz. Die Lernenden vergleichen islamische und christliche Deutungen der Verantwortung des Menschen für die Schöpfung und reflektieren deren Bedeutung für gegenwärtige gesellschaftliche Herausforderungen. Die Gruppenarbeit fördert kooperatives Lernen, Kommunikation und Problemlösefähigkeit. Das begleitende Lernjournal unterstützt individuelle Reflexionsprozesse und ermöglicht eine kritische Auswertung der erarbeiteten Ergebnisse. Darüber hinaus bietet das Material zahlreiche Anknüpfungspunkte für Bildung für nachhaltige Entwicklung, Globales Lernen, interreligiöses Lernen und politische Bildung. Besonders geeignet ist die Unterrichtseinheit für Unterrichtsreihen zu Schöpfungsverantwortung, Klimagerechtigkeit, Nachhaltigkeit, Ethik des Handelns, Weltreligionen oder globaler Solidarität. Die abschließenden Reflexionsfragen regen dazu an, das eigene Handeln zu hinterfragen und konkrete Möglichkeiten gesellschaftlicher Mitgestaltung zu entwickeln.
Der Einstieg gelingt über eine Biografie eines Mädchens aus Niger. Die übergeordnete Fragestellung thematisiert das Erzeugen von Lösungsvorschlägen zum Verhindern oder Abschwächen von Ernteausfällen sowie den Bezug von Religion auf diese Versuche.
In einem weiteren Schritt werden 13 Informationskarten aus dem Material ausgeschnitten.
Das letzte Material leitet über fünf Fragestellungen durch den gesamten Prozess der Bearbeitung. Anfangsvermutungen werden von der Gruppe zu notiert. Die Vermutung am Ende der Recherche wird ebenfalls niedergeschrieben. Auch die Schwierigkeiten der Recherche werden notiert.
Die interessanteste Fragestellung ist die Nummer 4. In ihr wird nach der Bedeutung von Religion für die Bekämpfung der Klimakrise gefragt.
Abschließend erfolgt einen Bezug auf die eigene Gemeinde und deren soziale Struktur sowie deren Fähigkeit anderen Gemeindemitgliedern zu helfen.