Das vorliegende Video thematisiert die Profanierung und Umnutzung von Kirchengebäuden und beleuchtet die damit verbundenen theologischen, liturgischen und emotionalen Fragestellungen. Es erklärt, dass eine Kirche durch einen formalen Beschluss des Bischofs ihre ausschließliche Bestimmung als Gottesdienstraum verliert und anschließend einer anderen Nutzung zugeführt werden kann. Dabei wird deutlich gemacht, dass es keine festgelegte liturgische Feier für diesen Vorgang gibt. Im Mittelpunkt stehen die unterschiedlichen Bedeutungen von Kirchenräumen für Gläubige. Während aus theologischer Perspektive betont wird, dass der christliche Glaube nicht zwingend an bestimmte Gebäude gebunden ist, verweist das Video zugleich auf die starke emotionale Bindung vieler Menschen an ihre Kirche. Taufen, Hochzeiten, Beerdigungen und persönliche Glaubenserfahrungen machen Kirchen zu Erinnerungsorten von großer Bedeutung. Darüber hinaus wird erläutert, wie mit religiösen Gegenständen, Bildern, Reliquien und Symbolen respektvoll umgegangen wird, wenn eine Kirche aufgegeben oder umgewidmet wird.
„Christen brauchen keinen heiligen Ort“, sagt Stefan Rau, Vorsitzender der Liturgiekommission im Bistum Münster, und erklärt, warum eine Kirche nicht heilig ist und was Gemeinden im Falle einer Umnutzung ihres Gebäudes tun können. Das vollständige Interview gibt es auf www.Kirche-und-Leben.de