RU-digitalRU-digital-logo
Kirche-und-Leben

Kirche-und-Leben

Profanierung erklärt

Veröffentlichung:5.7.2022

Das vorliegende Video thematisiert die Profanierung und Umnutzung von Kirchengebäuden und beleuchtet die damit verbundenen theologischen, liturgischen und emotionalen Fragestellungen. Es erklärt, dass eine Kirche durch einen formalen Beschluss des Bischofs ihre ausschließliche Bestimmung als Gottesdienstraum verliert und anschließend einer anderen Nutzung zugeführt werden kann. Dabei wird deutlich gemacht, dass es keine festgelegte liturgische Feier für diesen Vorgang gibt. Im Mittelpunkt stehen die unterschiedlichen Bedeutungen von Kirchenräumen für Gläubige. Während aus theologischer Perspektive betont wird, dass der christliche Glaube nicht zwingend an bestimmte Gebäude gebunden ist, verweist das Video zugleich auf die starke emotionale Bindung vieler Menschen an ihre Kirche. Taufen, Hochzeiten, Beerdigungen und persönliche Glaubenserfahrungen machen Kirchen zu Erinnerungsorten von großer Bedeutung. Darüber hinaus wird erläutert, wie mit religiösen Gegenständen, Bildern, Reliquien und Symbolen respektvoll umgegangen wird, wenn eine Kirche aufgegeben oder umgewidmet wird.

„Christen brauchen keinen heiligen Ort“, sagt Stefan Rau, Vorsitzender der Liturgiekommission im Bistum Münster, und erklärt, warum eine Kirche nicht heilig ist und was Gemeinden im Falle einer Umnutzung ihres Gebäudes tun können. Das vollständige Interview gibt es auf www.Kirche-und-Leben.de

Products

Für den Religionsunterricht bietet das Video vielfältige Möglichkeiten zur Auseinandersetzung mit der Bedeutung heiliger Räume, religiöser Identität und dem Wandel kirchlichen Lebens in einer pluralen Gesellschaft. Das Medium eignet sich besonders für Unterrichtseinheiten zu Kirche, Sakralraum, Heiligkeit, religiösen Symbolen, Tradition und gesellschaftlichem Wandel. Ein sinnvoller Einstieg kann über die Frage erfolgen, welche Orte für die Lernenden persönlich bedeutsam sind und weshalb Menschen bestimmten Räumen eine besondere Bedeutung zuschreiben. Anschließend kann diskutiert werden, warum Kirchen für viele Menschen mehr sind als bloße Gebäude und welche Funktionen sie für Gemeinschaft, Erinnerung und Glauben erfüllen. Methodisch bieten sich Bildanalysen von Kirchenräumen, Interviews mit Gemeindemitgliedern, Erkundungen lokaler Kirchen oder Diskussionen über mögliche Nachnutzungen leerstehender Kirchen an. Besonders gewinnbringend ist die Auseinandersetzung mit der Frage, was einen Ort heilig macht und ob Heiligkeit an Gebäude, Menschen, Rituale oder Erfahrungen gebunden ist. Aus religionspädagogischer Perspektive eröffnet das Video Zugänge zur theologischen Reflexion über Kirche als Gemeinschaft der Glaubenden sowie über die Spannung zwischen Tradition und Veränderung. Die Lernenden können unterschiedliche Positionen bewerten, Argumente für und gegen die Umnutzung von Kirchen entwickeln und die Bedeutung religiöser Räume für individuelle und kollektive Identität reflektieren. Dadurch werden Urteilsfähigkeit, Perspektivübernahme und religiöse Deutungskompetenz gefördert.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 8

8G.2 Gottesbilder im Leben der Menschen. Menschliche Vorstellungen und Offenbarung .

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern Datenschutz.