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SR | Aus christlicher Sicht

SR | Aus christlicher Sicht

Friedensrose gegen Hitler

Veröffentlichung:21.9.2023

"Aus christlicher Sicht" - das kann ein Kommentar zum Zeitgeschehen sein, Denkanstöße zum Glauben und zum Tag, eine Meditation zu Passionsbildern, ein Film über die Kinderfreizeit einer Pfarrgemeinde oder die Kunstaktion an einem Kirchturm. Im SR Fernsehen erfahren Sie jeden Donnerstag, was Christen im Saarland bewegt und was sie auf die Beine stellen. Die redaktionelle Verantwortung dieser Sendung liegt wechselweise bei der Rundfunkarbeit der evangelischen bzw. katholischen Kirche.

Das Medium erläutert die Saarabstimmung vom 13. Januar 1935 und ihre Bedeutung für die Entwicklung des Nationalsozialismus im Saargebiet. Es zeigt die politischen, gesellschaftlichen und propagandistischen Hintergründe der Abstimmung sowie die Gründe, weshalb sich die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung für die Rückgliederung an das Deutsche Reich entschied. Gleichzeitig wird deutlich, dass viele Menschen trotz der bereits bekannten Verfolgungspolitik des NS Regimes den Versprechungen und der nationalistischen Propaganda folgten. Das Medium thematisiert die Situation von politischen Gegnern, Jüdinnen und Juden sowie anderen Verfolgten, die nach der Abstimmung zunehmend entrechtet, verfolgt oder zur Flucht gezwungen wurden. Damit macht es sichtbar, wie politische Entscheidungen, öffentliche Meinung und staatliche Propaganda zur Festigung einer Diktatur beitragen können.

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Für den Religionsunterricht bietet das Medium zahlreiche Möglichkeiten zur Auseinandersetzung mit Verantwortung, Gewissen, Menschenwürde und der Rolle des Einzelnen in politischen Entscheidungsprozessen. Die Lernenden können zunächst die historischen Rahmenbedingungen der Saarabstimmung erschließen und analysieren, welche Faktoren das Abstimmungsverhalten beeinflussten. Dabei eignet sich insbesondere die Untersuchung von Propaganda, Medienberichterstattung und gesellschaftlichem Druck. In einem weiteren Schritt können die Lernenden diskutieren, welche Verantwortung Menschen tragen, wenn demokratische Entscheidungen zur Unterstützung oder Duldung von Unrecht beitragen. Das Medium ermöglicht zudem eine vertiefte Beschäftigung mit Fragen der Gewissensbildung und der christlichen Ethik. Ausgehend von biblischen Impulsen zu Gerechtigkeit, Wahrheit und Nächstenliebe kann reflektiert werden, wie Menschen auf Ausgrenzung, Diskriminierung und politische Verführung reagieren sollten. Methodisch bieten sich Quellenanalysen, Gruppenarbeiten, Rollenspiele, Debatten, Perspektivwechsel sowie die Auswertung historischer Plakate und Zeitungsartikel an. Besonders gewinnbringend ist die Verbindung mit biografischen Beispielen von Menschen, die Widerstand leisteten oder zur Emigration gezwungen wurden. Darüber hinaus eröffnet das Medium Anknüpfungspunkte für aktuelle Diskussionen über Demokratie, Populismus, gesellschaftliche Verantwortung und den Umgang mit Minderheiten. Die Lernenden werden dadurch angeregt, historische Erfahrungen mit gegenwärtigen Herausforderungen zu vergleichen und ihre eigene Haltung zu Fragen von Menschenrechten und demokratischen Werten zu entwickeln.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.2 Dem Zeitgeist widerstehen: Kirche und Diktatur.

Sekundarstufe II | 13 Der Mensch und seine Zukunft - Die Zukunft der Menschheit

13 / 2. Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit – eine Herausforderung an die Christen.

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