Das Video führt in die Grundfrage der Ethik ein und untersucht, worauf ethisches Nachdenken eigentlich abzielt. Dabei werden zwei einflussreiche Antworten der Philosophiegeschichte vorgestellt. Die erste stammt aus der antiken Philosophie, insbesondere von Aristoteles, der Ethik als die Suche nach dem guten und gelingenden Leben versteht. Im Mittelpunkt steht dabei der Begriff der Eudaimonia, der häufig mit Glück, Lebensgelingen oder erfülltem Leben übersetzt wird. Anhand einer anschaulichen Darstellung zeigt das Video, wie Aristoteles menschliches Handeln als eine Kette von Zielen versteht, die schließlich auf ein höchstes Ziel hinausläuft. Dieses letzte Ziel ist das Glück, das nicht mehr Mittel zu einem anderen Zweck ist, sondern um seiner selbst willen angestrebt wird. Das Video erläutert die aristotelische Argumentation anhand konkreter Beispiele aus der antiken Lebenswelt und führt in zentrale Grundbegriffe der antiken Ethik ein.
PHILOSOPHISCHE ETHIK
Das menschliche Leben ist eine Abfolge von Entscheidungen. Der Mensch steht daher unausweichlich vor der Frage nach dem richtigen Handeln. Hier sucht die Ethik nach einer begründeten Antwort. Kriterium des richtigen Handels ist die Selbstzwecklichkeit des Menschen. Verantwortbar ist ein Handeln, das den berechtigten Anspruch der Betroffenen auf ihr Glück und die dazu erforderlichen Güter und Rechte respektiert.
WONACH FRAGT DIE PHILOSOPHISCHE ETHIK?
Die beiden klassischen Antworten in der Geschichte der Philosophie lauten: (a) sie fragt nach dem Glück; das ist die Antwort der Antike (Aristoteles). Dagegen ist einzuwenden: Das Glück ist eine subjektive Größe. Jeder muss nach seiner eigenen Fasson glücklich werden. (b) Sie fragt, was wir tun sollen; das ist die Antwort der Moderne (Kant). Dagegen stehen die Einwände Nietzsches und der Soziobiologie.
Eine Vorlesungsreihe in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Philosophie, München.