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Uni Auditorium - Wissen online

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Wonach fragt die philosophische Ethik?

Veröffentlichung:24.10.2016

Das Video führt in die Grundfrage der Ethik ein und untersucht, worauf ethisches Nachdenken eigentlich abzielt. Dabei werden zwei einflussreiche Antworten der Philosophiegeschichte vorgestellt. Die erste stammt aus der antiken Philosophie, insbesondere von Aristoteles, der Ethik als die Suche nach dem guten und gelingenden Leben versteht. Im Mittelpunkt steht dabei der Begriff der Eudaimonia, der häufig mit Glück, Lebensgelingen oder erfülltem Leben übersetzt wird. Anhand einer anschaulichen Darstellung zeigt das Video, wie Aristoteles menschliches Handeln als eine Kette von Zielen versteht, die schließlich auf ein höchstes Ziel hinausläuft. Dieses letzte Ziel ist das Glück, das nicht mehr Mittel zu einem anderen Zweck ist, sondern um seiner selbst willen angestrebt wird. Das Video erläutert die aristotelische Argumentation anhand konkreter Beispiele aus der antiken Lebenswelt und führt in zentrale Grundbegriffe der antiken Ethik ein.

PHILOSOPHISCHE ETHIK

Das menschliche Leben ist eine Abfolge von Entscheidungen. Der Mensch steht daher unausweichlich vor der Frage nach dem richtigen Handeln. Hier sucht die Ethik nach einer begründeten Antwort. Kriterium des richtigen Handels ist die Selbstzwecklichkeit des Menschen. Verantwortbar ist ein Handeln, das den berechtigten Anspruch der Betroffenen auf ihr Glück und die dazu erforderlichen Güter und Rechte respektiert.

WONACH FRAGT DIE PHILOSOPHISCHE ETHIK?

Die beiden klassischen Antworten in der Geschichte der Philosophie lauten: (a) sie fragt nach dem Glück; das ist die Antwort der Antike (Aristoteles). Dagegen ist einzuwenden: Das Glück ist eine subjektive Größe. Jeder muss nach seiner eigenen Fasson glücklich werden. (b) Sie fragt, was wir tun sollen; das ist die Antwort der Moderne (Kant). Dagegen stehen die Einwände Nietzsches und der Soziobiologie.

Eine Vorlesungsreihe in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Philosophie, München.

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Für den Religionsunterricht bietet das Video einen sehr guten Einstieg in grundlegende Fragen der Ethik und philosophischen Anthropologie. Die Lernenden können zunächst darüber nachdenken, welche Ziele Menschen in ihrem Leben verfolgen und ob es ein höchstes Ziel gibt, das hinter allen anderen Zielen steht. Die aristotelische Idee einer Zielhierarchie lässt sich durch lebensnahe Beispiele aus dem Alltag der Lernenden erschließen. Dabei können sie eigene Zielketten entwickeln und untersuchen, welche Wünsche, Hoffnungen oder Lebensziele hinter einzelnen Entscheidungen stehen. Besonders gewinnbringend ist die Diskussion darüber, was Glück eigentlich bedeutet und ob Glück für alle Menschen dasselbe ist. Methodisch bieten sich Mindmaps, philosophische Gespräche, Partnerinterviews sowie die Analyse von Fallbeispielen an. Ebenso können die Lernenden unterschiedliche Vorstellungen eines gelungenen Lebens vergleichen und mit religiösen Perspektiven in Beziehung setzen. Im christlichen Kontext eröffnet das Video die Möglichkeit, biblische Vorstellungen von Glück, Sinn und Lebensführung mit der aristotelischen Ethik zu vergleichen. Die Lernenden können beispielsweise untersuchen, welche Rolle Gemeinschaft, Verantwortung, Glaube oder Nächstenliebe für ein gelingendes Leben spielen. Das Medium fördert die Selbstreflexion, die ethische Urteilsbildung sowie die Fähigkeit, grundlegende Fragen menschlicher Existenz philosophisch und religiös zu durchdenken.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe II | E1 Religion und Mensch in einer pluralen Welt

E1.3 Aspekte christlicher Anthropologie.

Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.1 Moralisch argumentieren – Modelle der Ethik.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe II | 11/1 Was ist der Mensch?

11.1 / 3. Der Mensch und seine Verantwortung.

Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 2. Glückssuche und Sinngebung als Aufgabe und Ziel des Lebens.

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