Das Video widmet sich den erkenntnistheoretischen Überlegungen von Immanuel Kant und der grundlegenden Frage: Was kann der Mensch überhaupt wissen? In einem dialogischen Gespräch werden zentrale Gedanken aus Kants Erkenntnistheorie erläutert. Dabei wird gezeigt, dass Wissen nicht allein aus Wahrnehmungen entsteht, sondern immer das Zusammenspiel von Erfahrung und begrifflichem Denken voraussetzt. Das Video erklärt Kants Kritik an einer unreflektierten Metaphysik und seine Forderung, zunächst die Bedingungen menschlicher Erkenntnis zu untersuchen. Darüber hinaus werden aktuelle Bezüge zur digitalen Gesellschaft hergestellt. Themen wie Informationsflut, soziale Medien, Internetquellen, Wahrheit, Fake News und kritische Urteilsfähigkeit werden mit Kants Aufklärungsverständnis verbunden. Das Medium macht deutlich, dass Erkenntnis nicht einfach aus der Verfügbarkeit von Informationen entsteht, sondern eine kritische Prüfung von Quellen, Begriffen und Wahrnehmungen erfordert.
Die Erkenntnistheorie ist ein wesentlicher Zweig der Philosophie. Über das Prägen von Begriffen können Zusammenhänge erfasst und festgehalten werden. Dann kann mit einem neuen Begriff ein weiterer komplizierter Prozess erschlossen und dazu ein weiterer Begriff geprägt werden. So wird eine Erfahrung nach der anderen rational erklärt.
Dialog über einen kritischen Geist. World wide web, so heißt heute die Lösung für die meisten Probleme heutzutage. Ein kurzer Blick ins Internet und schon ist die Frage gelöst. So könnte man auch Immanuel Kants Projekt der Philosophie nennen:
Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Damit hat Kant die Philosophie auf den Punkt gebracht. Seine Antworten darauf haben auch nach über 200 Jahren im 21. Jahrhundert eine große Bedeutung.