Das Video widmet sich der dritten großen Frage der Philosophie Immanuel Kants: „Was darf ich hoffen?“ Ausgehend von Kants Überlegungen zu Wissen und moralischem Handeln wird untersucht, welche Hoffnung dem Menschen nach einem vernünftigen und moralischen Leben bleibt. Im Mittelpunkt steht die Verbindung von Freiheit, Moralität und Glück. Das Video zeigt, dass Menschen einerseits nach Glück streben, andererseits aber auch moralischen Verpflichtungen folgen sollen. Kant sucht nach einer Möglichkeit, beide Dimensionen zusammenzuführen, und entwickelt die Vorstellung des höchsten Gutes, in dem moralisches Handeln und Glück zusammenkommen. Dabei wird deutlich, dass Hoffnung für Kant keine Garantie und kein Anspruch ist, sondern die begründete Erwartung, dass moralisches Handeln letztlich nicht sinnlos bleibt. Zugleich werden Kants kritische Überlegungen zu Religion, Gnade, Gerechtigkeit und der Rolle Gottes vorgestellt. Das Video verdeutlicht, dass Hoffnung für Kant eng mit persönlicher Verantwortung und moralischer Selbstbestimmung verbunden ist und nicht auf äußeren Sicherheiten beruhen darf.
Gott ist verzeihend und gnädig, dennoch müssen wir uns entsprechend verhalten, so wie es der kategorische Imperativ verlangt. Nach Kant müssen wir darauf hoffen, durch unsere Würdigkeit und moralisches Verhalten Gottes Gnade zu erlangen. Moralische sein ist heute doppelt schwierig, da mit dem Ende des Gottesglaubens die absolute Gerechtigkeit Gottes nicht mehr letztendkich wirkt.
Dialog über einen kritischen Geist. World wide web, so heißt heute die Lösung für die meisten Probleme heutzutage. Ein kurzer Blick ins Internet und schon ist die Frage gelöst. So könnte man auch Immanuel Kants Projekt der Philosophie nennen:
Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Damit hat Kant die Philosophie auf den Punkt gebracht. Seine Antworten darauf haben auch nach über 200 Jahren im 21. Jahrhundert eine große Bedeutung.