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Uni Auditorium - Wissen online

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Das gute Leben

Veröffentlichung:19.1.2015

Das Video beschäftigt sich mit einer der ältesten und grundlegendsten Fragen der Ethik: Wie ist das gute Leben möglich? Ausgehend von der Beobachtung, dass ethische Überlegungen nicht Selbstzweck sind, sondern auf ein Ziel ausgerichtet bleiben, wird die Frage nach dem guten Leben für den einzelnen Menschen und für die Gesellschaft in den Mittelpunkt gestellt. Der Vortrag erläutert, dass Menschen unterschiedliche Vorstellungen vom guten Leben besitzen, etwa beruflichen Erfolg, Wohlstand, Bildung, Gesundheit oder persönliche Erfüllung. Gleichzeitig wird deutlich gemacht, dass kein einzelnes Gut allein ein gutes Leben garantiert. In einem weiteren Schritt werden gesellschaftliche Voraussetzungen eines guten Lebens thematisiert. Dazu gehören Rechtssicherheit, Bildung, Gesundheitsversorgung, Infrastruktur, öffentliche Sicherheit und soziale Stabilität. Schließlich wird die Frage nach dem eigentlichen Kern des guten Lebens gestellt. Das Video kommt zu dem Ergebnis, dass ein gutes Leben nicht nur die eigene Lebensqualität umfasst, sondern immer auch die Lebensbedingungen anderer Menschen einschließt. Eine Gesellschaft kann demnach nur dann als gut gelten, wenn möglichst alle Menschen in Sicherheit und Würde leben können. Die Suche nach dem guten Leben wird damit zu einer Frage der individuellen und gesellschaftlichen Verantwortung.

DAS GUTE LEBEN ALS ZIEL

Aristoteles hat die Aufgabe der Ethik darin gesehen, dem Ziel eines guten Lebens der Menschen zu dienen. Was war damals und was ist heute unter einem guten Leben zu verstehen?

DAS WISSEN DES GUTEN

Anfang des 20. Jahrhunderts meinte der englische Philosoph Moore, „gut“ sei nicht definierbar. Wenn die Bedeutung des Wortes nicht definierbar ist, wie ist es dann möglich zu wissen, was gut ist?

DIE UNBESTÄNDIGKEIT DES GUTEN

Was wir heute für gut halten, kann übermorgen nicht mehr gut sein. Wie können wir ethisch mit der Unbeständigkeit des Guten umgehen?

DIE GERECHTE VERTEILUNG DER GÜTER

Ein gutes Leben ohne eine gerechte Verteilung der Güter ist nicht denkbar. Die Güterverteilung ist aber nur einer von mehreren Aspekten der Gerechtigkeit. Nur demokratisch legitimierte Verfahren bieten die Aussicht auf gerechte soziale Verhältnisse.

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Für den Religionsunterricht bietet das Video zahlreiche Anknüpfungspunkte für die Behandlung zentraler ethischer und anthropologischer Fragestellungen. Es eignet sich besonders für Unterrichtseinheiten zu Glück, Gerechtigkeit, Menschenwürde, Gemeinwohl, Verantwortung und sozialer Ethik in der Sekundarstufe I und II. Als Einstieg können die Lernenden zunächst eigene Vorstellungen vom guten Leben formulieren und diese in einer Sammlung zusammentragen. Dabei wird schnell sichtbar, dass unterschiedliche Menschen unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Anschließend können die Aussagen des Videos genutzt werden, um zwischen individuellen Wünschen und gesellschaftlichen Voraussetzungen eines guten Lebens zu unterscheiden. Besonders gewinnbringend ist die Frage, ob ein Mensch wirklich gut leben kann, wenn andere Menschen in derselben Gesellschaft ausgegrenzt, benachteiligt oder bedroht werden. Im Religionsunterricht lassen sich Verbindungen zu biblischen Vorstellungen von Gerechtigkeit, Frieden, Schalom, Nächstenliebe und dem Reich Gottes herstellen. Auch die aristotelische Vorstellung eines gelingenden Lebens sowie moderne Konzepte von Menschenrechten und sozialer Gerechtigkeit können einbezogen werden. Methodisch bieten sich Gruppenarbeiten, philosophische Gespräche, Zukunftswerkstätten, Debatten, Wertequadrate oder die Entwicklung eigener Kriterien für ein gutes Leben an. Die Lernenden können zudem aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen wie Armut, soziale Ungleichheit, Bildungsgerechtigkeit oder globale Verantwortung daraufhin untersuchen, welche Bedeutung sie für ein gutes Leben haben. Das Medium fördert die ethische Urteilskompetenz, die Perspektivübernahme und die Fähigkeit, individuelle Lebensziele mit gesellschaftlicher Verantwortung in Beziehung zu setzen.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.1 Moralisch argumentieren – Modelle der Ethik.

Q3.5 Zukunft der Erde, Zukunft des Menschen und kirchliche Positionen.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 7. Wie sollen/wollen wir leben?.

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