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Bistum PassauBischof Stefan Oster

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Bischof Stefan Oster

Jesus Christus, der Sohn - Credo 03.

Veröffentlichung:18.10.2023

Das Video erschließt die zentrale Aussage des Apostolischen Glaubensbekenntnisses „Ich glaube an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn“. Der Referent erläutert zunächst die Bedeutung des Titels „Christus“ als griechische Übersetzung des hebräischen Messias und beschreibt die Erwartungen, die das Volk Israel mit dem kommenden Gesalbten verband. Anschließend wird dargestellt, wie Jesus diese Erwartungen auf überraschende Weise erfüllt und zugleich übersteigt. Im Mittelpunkt stehen Jesu Verkündigung, sein außergewöhnlicher Anspruch, seine Wunder, seine enge Beziehung zu Gott sowie seine Bedeutung für die frühe christliche Gemeinschaft. Darüber hinaus wird die christliche Vorstellung Jesu als eingeborener Sohn Gottes erläutert und mit dem trinitarischen Gottesverständnis verbunden. Abschließend thematisiert das Video die Frage nach der persönlichen Bedeutung Jesu und versteht die Entscheidung für oder gegen ihn als eine grundlegende Lebensfrage. Die Bezeichnung Jesu als Herr wird dabei als Ausdruck einer umfassenden Orientierung des Lebens an seiner Person interpretiert.

„Ich glaube an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn.“ – so bekennen wir es im Credo, unserem Glaubensbekenntnis. Jedes einzelne Wort, das wir sprechen, steht für einen tiefen Glaubensschatz unserer Kirche.

An den Namen Jesu schließt sich das Wort „Christus“ an. Oft fließt es uns einfach über die Lippen, wie eine Art „Nachnamen“, doch dahinter verbirgt sich eine Antwort der ganzen Erfahrungsgeschichte des Volkes Israels. Durch alle Zeiten hindurch wartete das auserwählte Volk auf den Messias, der die zwölf Stämme Israels einen, den Kult wiederherstellen und die Feinde besiegen sollte. Diese Erwartung war damals im Volk virulent.

Vor 2000 Jahren trat ein Mann auf, der genau diesen Anspruch hatte und gekommen war, um uns alle Nachhause zum Vater zu holen. In ihm kam ein Anspruch und eine Vollmacht zum Ausdruck, die nie vorher und nie in dieser Weise da war. Doch was genau hat er gemacht und warum ist es so bedeutsam, dass er der Christus, der Gesalbte, war?

Weiter spricht das Credo davon, dass Jesus der „eingeborenen Sohn“ gewesen sei. Doch sind wir nicht alle Söhne und Töchter Gottes? Worin besteht der Unterschied? Und was bedeutet „eingeboren“?

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Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe I und II in Unterrichtseinheiten zu Jesus Christus, Christologie, Messiaserwartungen, Apostolischem Glaubensbekenntnis, Trinität, Nachfolge und christlicher Identität. Durch die Verbindung historischer, biblischer und theologischer Perspektiven eröffnet das Medium vielfältige Zugänge zur Person Jesu und zu zentralen Inhalten christlichen Glaubens.

Ein möglicher Unterrichtseinstieg kann über die Frage erfolgen, wer Jesus aus Sicht unterschiedlicher Menschen war und ist. Die Lernenden sammeln verschiedene Vorstellungen, etwa Lehrer, Prophet, Wundertäter, Revolutionär, Sohn Gottes oder moralisches Vorbild. Anschließend können diese Perspektiven mit den Aussagen des Videos verglichen werden.

Während der Sichtung bietet sich eine arbeitsteilige Erschließung an. Eine Gruppe untersucht die Bedeutung des Messiasbegriffs im Judentum. Eine weitere Gruppe analysiert die besonderen Ansprüche Jesu. Eine dritte Gruppe arbeitet die Aussagen über Jesus als Sohn Gottes heraus. Eine vierte Gruppe beschäftigt sich mit der Frage, weshalb Jesus als Herr bezeichnet wird. Die Ergebnisse können anschließend in Form eines Gruppenpuzzles zusammengeführt werden.

Besonders gewinnbringend ist die Auseinandersetzung mit der Frage, weshalb Jesus für seine Zeitgenossen zugleich faszinierend und provozierend wirkte. Die Lernenden können anhand biblischer Texte untersuchen, welche Aussagen und Handlungen Jesu Konflikte auslösten und weshalb seine Person bis heute unterschiedlich bewertet wird.

Methodisch eignet sich eine Positionierungsübung zu Aussagen wie „Jesus war vor allem ein guter Mensch“, „Jesus war ein religiöser Lehrer“, „Jesus ist der Sohn Gottes“ oder „Jesus hat die Welt verändert“. Die Lernenden begründen ihre Positionen und vergleichen diese mit den im Video vertretenen Deutungen.

Für die Oberstufe kann das Video als Ausgangspunkt für eine vertiefte christologische Diskussion dienen. Dabei können neutestamentliche Texte, historische Jesusforschung sowie klassische christologische Modelle einbezogen werden. Ebenso bietet sich eine Auseinandersetzung mit der berühmten Argumentation von C. S. Lewis an, die im Video aufgegriffen wird und die Frage stellt, ob Jesus als Lügner, Irrender oder tatsächlich als Sohn Gottes verstanden werden kann.

Eine kreative Vertiefung kann darin bestehen, dass die Lernenden Interviews mit historischen Personen verfassen, die Jesus begegnet sind, oder einen Brief aus der Perspektive eines Jüngers schreiben. Ebenso können moderne Glaubenszeugnisse untersucht werden, um zu reflektieren, welche Bedeutung Jesus heute für Menschen besitzt.

Das Medium fördert insbesondere die Deutungskompetenz, die Urteilskompetenz sowie die Fähigkeit zur Perspektivübernahme. Die Lernenden setzen sich mit zentralen christlichen Glaubensaussagen auseinander, reflektieren unterschiedliche Deutungen der Person Jesu und entwickeln eigene Positionen zu Fragen nach Glauben, Nachfolge und religiöser Identität.

Hessen

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Sekundarstufe II | Q2 Gott – verborgen und offenbar

Q2.2 Der drei-einige Gott – das spezifisch christliche Gottesverständnis.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 12/1 Jesus Christus und die Kirche

12.1 / 7. Jesus Christus - wahrer Gott und wahrer Mensch.

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