Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe I und II in Unterrichtseinheiten zu Jesus Christus, Christologie, Messiaserwartungen, Apostolischem Glaubensbekenntnis, Trinität, Nachfolge und christlicher Identität. Durch die Verbindung historischer, biblischer und theologischer Perspektiven eröffnet das Medium vielfältige Zugänge zur Person Jesu und zu zentralen Inhalten christlichen Glaubens.
Ein möglicher Unterrichtseinstieg kann über die Frage erfolgen, wer Jesus aus Sicht unterschiedlicher Menschen war und ist. Die Lernenden sammeln verschiedene Vorstellungen, etwa Lehrer, Prophet, Wundertäter, Revolutionär, Sohn Gottes oder moralisches Vorbild. Anschließend können diese Perspektiven mit den Aussagen des Videos verglichen werden.
Während der Sichtung bietet sich eine arbeitsteilige Erschließung an. Eine Gruppe untersucht die Bedeutung des Messiasbegriffs im Judentum. Eine weitere Gruppe analysiert die besonderen Ansprüche Jesu. Eine dritte Gruppe arbeitet die Aussagen über Jesus als Sohn Gottes heraus. Eine vierte Gruppe beschäftigt sich mit der Frage, weshalb Jesus als Herr bezeichnet wird. Die Ergebnisse können anschließend in Form eines Gruppenpuzzles zusammengeführt werden.
Besonders gewinnbringend ist die Auseinandersetzung mit der Frage, weshalb Jesus für seine Zeitgenossen zugleich faszinierend und provozierend wirkte. Die Lernenden können anhand biblischer Texte untersuchen, welche Aussagen und Handlungen Jesu Konflikte auslösten und weshalb seine Person bis heute unterschiedlich bewertet wird.
Methodisch eignet sich eine Positionierungsübung zu Aussagen wie „Jesus war vor allem ein guter Mensch“, „Jesus war ein religiöser Lehrer“, „Jesus ist der Sohn Gottes“ oder „Jesus hat die Welt verändert“. Die Lernenden begründen ihre Positionen und vergleichen diese mit den im Video vertretenen Deutungen.
Für die Oberstufe kann das Video als Ausgangspunkt für eine vertiefte christologische Diskussion dienen. Dabei können neutestamentliche Texte, historische Jesusforschung sowie klassische christologische Modelle einbezogen werden. Ebenso bietet sich eine Auseinandersetzung mit der berühmten Argumentation von C. S. Lewis an, die im Video aufgegriffen wird und die Frage stellt, ob Jesus als Lügner, Irrender oder tatsächlich als Sohn Gottes verstanden werden kann.
Eine kreative Vertiefung kann darin bestehen, dass die Lernenden Interviews mit historischen Personen verfassen, die Jesus begegnet sind, oder einen Brief aus der Perspektive eines Jüngers schreiben. Ebenso können moderne Glaubenszeugnisse untersucht werden, um zu reflektieren, welche Bedeutung Jesus heute für Menschen besitzt.
Das Medium fördert insbesondere die Deutungskompetenz, die Urteilskompetenz sowie die Fähigkeit zur Perspektivübernahme. Die Lernenden setzen sich mit zentralen christlichen Glaubensaussagen auseinander, reflektieren unterschiedliche Deutungen der Person Jesu und entwickeln eigene Positionen zu Fragen nach Glauben, Nachfolge und religiöser Identität.