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Prof. Dr. Harald Seubert

Prof. Dr. Harald Seubert

Eros, Tod und das Wesen der Gerechtigkeit

Veröffentlichung:6.5.2020

Das Video führt in zentrale Gedanken Platons ein und zeigt, wie eng seine Philosophie mit den Fragen nach Tod, Seele, Gerechtigkeit und Wahrheit verbunden ist. Ausgehend von Platons Dialog Phaidon wird die Sterbeszene des Sokrates dargestellt, der angesichts seiner Hinrichtung über die Unsterblichkeit der Seele nachdenkt. Dabei wird deutlich, dass Sokrates keine endgültigen Beweise liefert, sondern Hoffnung und philosophische Reflexion als Weg des Nachdenkens eröffnet. Anschließend richtet sich der Blick auf Platons Hauptwerk Politeia, in dem die Frage nach der Gerechtigkeit im Mittelpunkt steht. Das Video erläutert die Verbindung zwischen der Ordnung der Seele und der Ordnung des Gemeinwesens sowie Platons Lehre von den Seelenteilen. Abschließend werden die Idee des Guten sowie die berühmten Gleichnisse der Sonne, der Linie und der Höhle vorgestellt, die bis heute zu den einflussreichsten Bildern der europäischen Geistesgeschichte gehören.

Philosophieren war von Anfang an nicht eine freischwebende Kunst um der Kunst willen. Das Denken versucht Licht ins Dunkel des gelebten Lebens zu bringen: Die großen Mächte des Daseins, Eros und Tod wollen verstanden werden. Platon fragt deshalb nach der Unsterblichkeit der Seele (Phaidon) und der Macht des Eros (Symposion): Sie kann zu höchster Klarheit führen und sie kann in den Abgrund reißen.


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Das Video eignet sich besonders für den Einsatz in der gymnasialen Oberstufe sowie in leistungsstarken Lerngruppen der Sekundarstufe I innerhalb der Themenbereiche Philosophie, Anthropologie, Ethik, Gerechtigkeit und Religion. Der erste Teil des Videos kann als Impuls für Gespräche über Sterblichkeit, Hoffnung, Jenseitsvorstellungen und die Frage nach der Seele genutzt werden. Hier bietet sich ein Vergleich zwischen antiken philosophischen Vorstellungen und christlichen Auferstehungs und Jenseitshoffnungen an. Der zweite Teil ermöglicht die Erarbeitung von Platons Gerechtigkeitsverständnis. Lernende können die Frage diskutieren, was ein gerechtes Leben ausmacht und welche Bedeutung Gerechtigkeit für Individuum und Gesellschaft besitzt. Besonders gewinnbringend ist die Arbeit mit kooperativen Lernformen, bei denen Gruppen die drei Seelenteile untersuchen und auf aktuelle gesellschaftliche Beispiele übertragen. Das Höhlengleichnis eignet sich hervorragend für kreative und problemorientierte Zugänge. Lernende können moderne Höhlen in sozialen Medien, digitalen Informationsräumen oder ideologischen Echokammern identifizieren und kritisch reflektieren. Ebenso können die Gleichnisse szenisch dargestellt, visualisiert oder auf aktuelle Fragen von Wahrheit und Manipulation bezogen werden. Das Video fördert die Fähigkeit zum philosophischen Argumentieren und eröffnet zahlreiche Anknüpfungspunkte für fächerübergreifende Projekte mit Ethik, Geschichte, Deutsch und Sozialkunde.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.1 Moralisch argumentieren – Modelle der Ethik.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 1. Grundzüge christlicher Moral im Kontext philosophischer Ethik.

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