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Prof. Dr. Harald Seubert

Prof. Dr. Harald Seubert

Platons Kunst des Kompromisses

Veröffentlichung:1.7.2020

Das Video widmet sich Platons Spätwerk Nomoi (Die Gesetze) und zeigt, wie der Philosoph seine idealen Vorstellungen von Staat und Gesellschaft in konkrete politische Wirklichkeit übersetzen möchte. Im Zentrum steht die Frage, wie eine gerechte und zugleich praktikable Gesetzgebung gestaltet werden kann. Das Gespräch dreier erfahrener Gesetzgeber kreist um Ursprung, Sinn und Funktion von Gesetzen sowie um deren Verhältnis zum Göttlichen. Dabei wird deutlich, dass Gesetze nach Platon nicht nur Regeln des Zusammenlebens darstellen, sondern Ausdruck einer höheren Ordnung sind. Das Video erläutert die Bedeutung von Präambeln, die den Menschen die Vernünftigkeit und den Sinn von Gesetzen erklären sollen, und zeigt die enge Verbindung von Politik, Ethik, Religion und Theologie. Darüber hinaus werden Platons Vorstellungen von göttlicher Ordnung, menschlicher Freiheit und einem gelingenden Gemeinwesen dargestellt. Die Gesetzgebung erscheint dabei als Versuch, das Ideal eines geordneten und gerechten Lebens unter den Bedingungen der realen Welt zu verwirklichen.

Nach der in den Himmel geworfenen idealen Polis in Platons ‚Politeia‘, wendet er sich ein zweites Mal der Frage der Gesetzgebung zu. Diesmal konkreter, auf Kompromiss und menschliche Bedürfnisse bezogen. Nicht die „Idee des Guten“ ist hier der Maßstab, sondern das „mögliche Beste.“ Das kommt den heutigen vielfachen Bedingungen des Politischen näher und ist teils hoch aktuell. Denn kein Gesetz ist Herr über die eigene Auslegung. Freilich: Aufs Urbild sollte man zuerst blicken, nicht aufs Abbild. Oder: Der Kompromiss muss schmerzen.

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Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Oberstufe sowie für die Fächer Ethik, Philosophie und Sozialkunde. Es eröffnet vielfältige Zugänge zur Frage nach Ursprung und Legitimation von Normen, Gesetzen und moralischen Orientierungen. Lernende können zunächst untersuchen, weshalb Platon Gesetze nicht als bloße menschliche Vereinbarungen versteht, sondern auf einen höheren Maßstab verweist. Dadurch ergeben sich interessante Anknüpfungspunkte zu religiösen Geboten, den Zehn Geboten, der Tora sowie zu gegenwärtigen Debatten über Menschenrechte und universale Werte. Methodisch bietet sich eine vergleichende Analyse zwischen antiken Gesetzesvorstellungen und modernen Verfassungen an. Besonders gewinnbringend ist die Arbeit mit Präambeln historischer und aktueller Verfassungen, um die Frage zu diskutieren, welche Werte und Überzeugungen einer Gesellschaft zugrunde liegen. Das Video ermöglicht außerdem eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Freiheit und Ordnung. Lernende können erörtern, weshalb Regeln notwendig sind, welche Grenzen Freiheit benötigt und wie gesellschaftlicher Zusammenhalt entsteht. In arbeitsteiligen Gruppen können einzelne Aspekte wie göttliches Gesetz, Vernunft, Erziehung, Gemeinwohl oder politische Verantwortung untersucht und anschließend zusammengeführt werden. Auch für philosophische Gespräche über Gerechtigkeit, Verantwortung und die Grundlagen eines guten Lebens bietet das Medium zahlreiche Impulse. Durch die Verbindung von Religion, Ethik, Politik und Anthropologie fördert das Video die Urteilsfähigkeit und die Fähigkeit, gesellschaftliche Ordnungen kritisch zu reflektieren.

Hessen

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Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.1 Moralisch argumentieren – Modelle der Ethik.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 1. Grundzüge christlicher Moral im Kontext philosophischer Ethik.

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