Das Video führt in Leben und Denken des Aristoteles ein und zeigt dessen herausragende Bedeutung für die europäische Philosophiegeschichte. Als Schüler Platons entwickelt Aristoteles einen eigenständigen Zugang zur Wirklichkeit, der stärker von der Beobachtung konkreter Phänomene ausgeht. Das Video erläutert, wie Aristoteles die Philosophie systematisch ordnet und ihre zentralen Disziplinen begründet. Dabei werden seine Beiträge zur Logik, zur Naturphilosophie, zur Ethik, zur Politik und zur Wissenschaftstheorie vorgestellt. Besondere Aufmerksamkeit gilt seiner Methode, vorhandenes Wissen zu sammeln, kritisch zu prüfen und systematisch weiterzuentwickeln. Aristoteles erscheint als Denker, der die Welt nicht allein von Ideen her betrachtet, sondern von den konkreten Erscheinungen ausgeht und daraus allgemeine Erkenntnisse gewinnt.
Platons Schüler Aristoteles (385-423 v. Chr.) prägte die Architektur der Philosophie als des disziplinierten Denkens, wie sie bis heute besteht: Logik, Theoretische Philosophie (Physik, Metaphysik), Praktische Philosophie: Das Wissen, um zu handeln (Ethik, Politik, Ökonomie), Poietische Philosophie: Die Prägungen der Kultur. Deshalb erhielt er im Mittelalter den Ehrentitel: „Der Philosoph“. Platon galt eher als Mystiker und „Theologe“. Oder wie Günter Patzig einmal prägnant sagte: Platon ist der Größte und Aristoteles der Beste.