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Prof. Dr. Harald Seubert

Prof. Dr. Harald Seubert

Aristoteles

Veröffentlichung:31.7.2020

Das Video führt in Leben und Denken des Aristoteles ein und zeigt dessen herausragende Bedeutung für die europäische Philosophiegeschichte. Als Schüler Platons entwickelt Aristoteles einen eigenständigen Zugang zur Wirklichkeit, der stärker von der Beobachtung konkreter Phänomene ausgeht. Das Video erläutert, wie Aristoteles die Philosophie systematisch ordnet und ihre zentralen Disziplinen begründet. Dabei werden seine Beiträge zur Logik, zur Naturphilosophie, zur Ethik, zur Politik und zur Wissenschaftstheorie vorgestellt. Besondere Aufmerksamkeit gilt seiner Methode, vorhandenes Wissen zu sammeln, kritisch zu prüfen und systematisch weiterzuentwickeln. Aristoteles erscheint als Denker, der die Welt nicht allein von Ideen her betrachtet, sondern von den konkreten Erscheinungen ausgeht und daraus allgemeine Erkenntnisse gewinnt.

Platons Schüler Aristoteles (385-423 v. Chr.) prägte die Architektur der Philosophie als des disziplinierten Denkens, wie sie bis heute besteht: Logik, Theoretische Philosophie (Physik, Metaphysik), Praktische Philosophie: Das Wissen, um zu handeln (Ethik, Politik, Ökonomie), Poietische Philosophie: Die Prägungen der Kultur. Deshalb erhielt er im Mittelalter den Ehrentitel: „Der Philosoph“. Platon galt eher als Mystiker und „Theologe“. Oder wie Günter Patzig einmal prägnant sagte: Platon ist der Größte und Aristoteles der Beste.

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Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Oberstufe sowie für die Fächer Ethik und Philosophie. Es bietet einen hervorragenden Zugang zur Frage, wie Menschen Erkenntnis gewinnen und wissenschaftlich denken können. Lernende können zunächst den Unterschied zwischen Platons und Aristoteles’ Denkweise erarbeiten und diskutieren, welche Bedeutung Beobachtung, Erfahrung und Theorie für das menschliche Erkennen besitzen. Methodisch bietet sich ein Vergleich philosophischer Zugänge an, etwa durch die Gegenüberstellung von Ideenorientierung und Erfahrungsorientierung. Die Einführung in die aristotelische Logik eröffnet zudem Möglichkeiten zur Förderung argumentativer Kompetenzen. Lernende können einfache Schlussfolgerungen analysieren, Argumentationsfehler erkennen und eigene Begründungen entwickeln. Darüber hinaus eignet sich das Video zur Reflexion über die Struktur wissenschaftlicher Arbeit. Die von Aristoteles entwickelte Einteilung in theoretische, praktische und hervorbringende Wissenschaften kann auf heutige Bildungsbereiche übertragen und kritisch diskutiert werden. Im Religionsunterricht lassen sich zudem Verbindungen zur Frage nach Vernunft und Glaube, nach der Ordnung der Welt sowie nach dem Verhältnis von Naturerkenntnis und theologischer Deutung herstellen. Das Medium fördert analytisches Denken, Urteilsbildung und die Fähigkeit, unterschiedliche Erkenntniswege miteinander zu vergleichen. Zugleich eröffnet es einen Zugang zur Entstehung wissenschaftlicher Methodik und zu den Grundlagen europäischer Bildungstraditionen.

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