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Prof. Dr. Harald Seubert

Prof. Dr. Harald Seubert

Augustinus III: Der trinitarische Grund im Bewusstsein

Veröffentlichung:23.10.2020

Das Video vertieft zentrale Gedanken des Augustinus und stellt insbesondere seine Trinitätslehre, seine Geschichtsphilosophie sowie seine Friedensethik vor. Ausgehend von der Schrift De Trinitate wird gezeigt, wie Augustinus Spuren der Dreifaltigkeit in der menschlichen Seele, im Denken und in der Wirklichkeit entdeckt. Erinnerung, Erkenntnis, Liebe und Selbstbewusstsein erscheinen dabei als Hinweise auf die trinitarische Struktur des Seins. Darüber hinaus erläutert das Video Augustinus’ Verständnis von Geschichte, das im Werk De Civitate Dei entfaltet wird. Geschichte wird nicht mehr als endloser Kreislauf verstanden, sondern als zielgerichteter Weg zwischen Gottesstaat und irdischem Staat. Dabei reflektiert Augustinus die Spannung zwischen göttlicher Ordnung und menschlicher Wirklichkeit. Abschließend wird seine Friedenslehre vorgestellt, die den Frieden als höchstes Ziel menschlichen und politischen Handelns versteht. Das Video verdeutlicht damit die bleibende Bedeutung augustinischen Denkens für Theologie, Philosophie, Politik und europäische Kulturgeschichte.

Augustinus beschreibt in seiner Schrift "De Trinitate" die Spuren der Dreifaltigkeit im menschlichen Geist, insbesondere in Wissen, Erinnern und Handeln. Diese Strukturen, die Freiheit und Einheit von Vater, Sohn und Geist, spiegeln sich in der Welt und im Menschen wider. Augustinus' Überlegungen sind nicht nur philosophisch, sondern auch tief in der christlichen Offenbarung verwurzelt. Er verbindet biblische Beweise mit platonischen Kategorien und entwickelt eine Lehre, die Glaube, Liebe und Hoffnung auf die drei göttlichen Personen bezieht. Seine Gedanken zur Zeit und zur Geschichte, besonders in "De Civitate Dei", prägen bis heute das christliche Geschichtsverständnis. Augustinus betont, dass die wahre Einheit und Ordnung nur durch den göttlichen Frieden erreicht werden können.



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Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Oberstufe und eröffnet vielfältige Zugänge zu zentralen theologischen und philosophischen Fragestellungen. Die Beschäftigung mit der Trinitätslehre ermöglicht Lernenden einen vertieften Zugang zu einem oft als abstrakt empfundenen Kern christlichen Glaubens. Dabei kann herausgearbeitet werden, dass Augustinus die Dreifaltigkeit nicht nur als Glaubenssatz versteht, sondern als Grundstruktur von Beziehung, Gemeinschaft und Wirklichkeit. Methodisch bieten sich Schaubilder, symbolische Darstellungen sowie kreative Annäherungen an trinitarische Beziehungsmodelle an. Die Ausführungen zur Geschichtsphilosophie eröffnen Möglichkeiten, unterschiedliche Vorstellungen von Geschichte miteinander zu vergleichen. Lernende können untersuchen, wie sich zyklische, lineare und heilsgeschichtliche Geschichtsbilder unterscheiden und welche Konsequenzen diese Sichtweisen für das Verständnis von Verantwortung, Hoffnung und Zukunft besitzen. Besonders gewinnbringend sind Diskussionen über die Rolle religiöser Überzeugungen in gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen. Die Lehre von den beiden Staaten ermöglicht darüber hinaus eine Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Religion und Politik, Kirche und Staat sowie individueller Glaubensüberzeugung und gesellschaftlicher Verantwortung. Die Friedensethik des Augustinus bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte zu aktuellen Konflikten und Fragen nach Gerechtigkeit, Versöhnung und friedlichem Zusammenleben. Lernende können unterschiedliche Friedensbegriffe analysieren und diskutieren, welche Voraussetzungen für nachhaltigen Frieden notwendig sind. Das Medium fördert die Fähigkeit, komplexe theologische Modelle zu verstehen, historische Entwicklungen einzuordnen und deren Bedeutung für gegenwärtige gesellschaftliche Herausforderungen zu reflektieren.

Hessen

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