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Prof. Dr. Harald Seubert

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Anselm von Canterbury I: Der Glaube der verstehen will

Veröffentlichung:13.11.2020

Das Video führt in das Denken Anselms von Canterbury ein und zeigt dessen zentrale Bedeutung für die mittelalterliche Philosophie und Theologie. Vor dem Hintergrund eines christlich geprägten Europas entwickelt Anselm die berühmte Formel fides quaerens intellectum, den Glauben, der nach Verstehen sucht. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Glaube und Vernunft miteinander verbunden werden können. Das Video erläutert Anselms Überzeugung, dass der Glaube nicht auf Denken verzichten muss, sondern gerade zum Denken anregt. Besonders ausführlich wird sein berühmter Gottesbeweis dargestellt, der von der Idee Gottes als desjenigen ausgeht, über das hinaus nichts Größeres gedacht werden kann. Dabei wird deutlich, wie Anselm versucht, die Existenz Gottes aus dem Begriff Gottes selbst heraus zu begründen. Das Video zeigt zudem die Verbindung seines Denkens zur augustinischen Tradition und macht deutlich, wie philosophische Reflexion und religiöse Erfahrung im Mittelalter miteinander verschränkt werden.

Im elften Jahrhundert entstand ein christliches Europa mit dem Bau großer Kathedralen und einer neuen Phase des Denkens, die sich intensiv mit Glauben und Vernunft beschäftigte. Anselm von Canterbury, ein bedeutender Denker dieser Zeit, verband Glaube und Vernunft und entwickelte den ontologischen Gottesbeweis, der besagt, dass Gottes Existenz im Begriff Gottes selbst impliziert ist. Dieser Ansatz betont, dass Gott das Höchste ist, über das hinaus nichts Größeres gedacht werden kann, und dass die Existenz Gottes notwendig ist. Diese Ideen wurden bis hin zu Nikolaus von Kues weiterentwickelt und beeinflussten das christliche Denken nachhaltig.



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Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Oberstufe im Rahmen der Themen Gottesfrage, Glaube und Vernunft, Gottesbeweise sowie mittelalterliche Philosophie. Lernende können anhand des Videos nachvollziehen, wie philosophische Argumentationen zur Begründung religiöser Überzeugungen entwickelt werden. Besonders ergiebig ist die Auseinandersetzung mit der Frage, ob die Existenz Gottes vernünftig begründet werden kann oder ob Glaube grundsätzlich über rationale Beweise hinausgeht. Methodisch bietet sich eine schrittweise Rekonstruktion des ontologischen Gottesbeweises an. Lernende können die einzelnen Argumentationsschritte analysieren, visualisieren und kritisch diskutieren. Dabei lassen sich auch moderne Einwände gegen Gottesbeweise einbeziehen und mit Anselms Überlegungen vergleichen. Darüber hinaus eröffnet die Formel des glaubenden Verstehens einen Zugang zur Frage nach dem Verhältnis von religiöser Überzeugung und wissenschaftlichem Denken. Lernende können untersuchen, ob Glauben und Denken Gegensätze oder wechselseitige Ergänzungen darstellen. Besonders gewinnbringend sind philosophische Gespräche, Debatten oder Gruppenarbeiten, in denen unterschiedliche Positionen zur Gottesfrage vertreten werden. Das Video eignet sich außerdem für die Reflexion über Sprache und Gottesbilder, da Anselm die Bedeutung des Gottesnamens und der menschlichen Rede von Gott thematisiert. Durch die Verbindung von Logik, Theologie und Religionsphilosophie fördert das Medium die Argumentationsfähigkeit, die Urteilsbildung und die Auseinandersetzung mit grundlegenden Fragen menschlicher Existenz.

Hessen

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Sekundarstufe II | Q2 Gott – verborgen und offenbar

Q2.2 Der drei-einige Gott – das spezifisch christliche Gottesverständnis.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 11/2 Der Mensch auf der Suche nach Gott

11.2 / 7. Allgemeine Gottesidee, philosophischer Gottesbegriff und personales Gottesbild.

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