RU-digitalRU-digital-logo
Prof. Dr. Harald Seubert

Prof. Dr. Harald Seubert

Scholastik: Die Kathedralen mittelalterlicher Philosophie

Veröffentlichung:12.4.2020

Das Video bietet eine Einführung in die Philosophie und Theologie der Hochscholastik und stellt insbesondere Albertus Magnus und Thomas von Aquin als prägende Gestalten des mittelalterlichen Denkens vor. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie christlicher Glaube und philosophische Vernunft miteinander verbunden werden können. Das Video zeigt, wie die Wiederentdeckung des Aristoteles die mittelalterliche Gelehrsamkeit nachhaltig verändert und zu einer systematischen Verbindung von Theologie, Naturforschung und Philosophie führt. Besondere Aufmerksamkeit gilt Albertus Magnus, der Naturbeobachtung, wissenschaftliche Forschung und philosophische Reflexion miteinander verbindet. Darüber hinaus werden die Grundlagen der scholastischen Methode vorgestellt, die durch präzise Argumentation, Disputation und die sorgfältige Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Positionen geprägt ist. Das Video verdeutlicht, dass das Mittelalter keineswegs eine Zeit geistiger Erstarrung war, sondern eine Epoche intensiver intellektueller Kreativität und wissenschaftlicher Neugier.

Die hochmittelalterliche Philosophie, auch Scholastik genannt, verbindet biblische und christliche Glaubensinhalte mit dem von Aristoteles geprägten philosophischen Denken. Meister Eckhart betont platonische Einflüsse, während Thomas von Aquin und Albertus Magnus die Konvergenz zwischen Glaube und Vernunft suchen. Albertus Magnus, ein bedeutender Lehrer, verbindet aristotelisches Denken mit christlicher Frömmigkeit und unterscheidet zwischen Philosophie und Theologie. Im Spätmittelalter entstehen Differenzen zwischen diesen Bereichen, aber die Fragen bleiben ähnlich. Die Philosophie beschäftigt sich mit dem unabhängigen Sein, während die Theologie Gottes Wirken in der Schöpfung erforscht.



Products

Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Oberstufe im Rahmen der Themen Glaube und Vernunft, Wissenschaft und Religion, mittelalterliche Philosophie sowie Argumentationskultur. Lernende erhalten einen Einblick in die Entstehung wissenschaftlicher Denkweisen und können nachvollziehen, wie philosophische und theologische Fragestellungen systematisch bearbeitet wurden. Besonders ergiebig ist die Auseinandersetzung mit der scholastischen Methode. Lernende können erfahren, wie wichtig das genaue Verstehen gegensätzlicher Positionen für eine sachgerechte Urteilsbildung ist. Methodisch bietet sich die Durchführung vereinfachter Disputationen an, bei denen Lernende zunächst die Position einer Gegenseite möglichst präzise darstellen müssen, bevor sie eigene Argumente formulieren. Dadurch werden Perspektivwechsel, Empathie und argumentatives Denken gefördert. Die Beschäftigung mit Albertus Magnus eröffnet darüber hinaus einen Zugang zur Frage nach dem Verhältnis von Naturwissenschaft und Religion. Lernende können untersuchen, wie Beobachtung, Erfahrung und Vernunft zur Erkenntnis beitragen und welche Rolle religiöse Überzeugungen dabei spielen. Ebenso lassen sich Bezüge zu aktuellen Diskussionen über Wissenschaft, Wahrheit und gesellschaftliche Debatten herstellen. Das Video eignet sich zudem hervorragend zur Reflexion über den Umgang mit Meinungsverschiedenheiten. Die mittelalterliche Disputationskultur zeigt, wie kontroverse Positionen respektvoll und argumentativ fundiert diskutiert werden können. Dadurch fördert das Medium nicht nur fachliche Kompetenzen, sondern auch demokratische Gesprächsfähigkeit, Urteilsbildung und die Bereitschaft, andere Perspektiven ernst zu nehmen.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.1 Moralisch argumentieren – Modelle der Ethik.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 1. Grundzüge christlicher Moral im Kontext philosophischer Ethik.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern Datenschutz.