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Prof. Dr. Harald Seubert

Prof. Dr. Harald Seubert

Dass das Sprechen Inhalt hat: Universalien

Veröffentlichung:19.1.2021

Das Video führt in den sogenannten Universalienstreit des Mittelalters ein und zeigt dessen weitreichende Bedeutung für Philosophie, Theologie und das Verhältnis von Glaube und Vernunft. Im Mittelpunkt stehen die Positionen von Johannes Duns Scotus und Wilhelm von Ockham, die grundlegende Fragen nach dem Wesen allgemeiner Begriffe, nach der Erkennbarkeit Gottes und nach den Möglichkeiten menschlicher Vernunft diskutieren. Das Video erläutert, wie sich im Spätmittelalter die Überzeugung herausbildete, dass philosophische Vernunft nur begrenzten Zugang zu Gott besitzt und Glaubensaussagen nicht vollständig rational begründet werden können. Dabei werden zentrale Begriffe wie Sein, Universalien, Analogie, Offenbarung, Vernunft, Glaube und Säkularisierung verständlich erklärt. Zugleich wird deutlich, wie diese Debatten die Entwicklung des neuzeitlichen Denkens vorbereitet haben.

Das mittelalterliche Denken ist nicht nur hell. Es ist auch voller Diskussion und genauen Unterscheidungen. Duns Scotus (1266-1308) und William von Ockham (1285-1347) gehen mit Verve der Frage nach, ob die Grund- und Allgemeinbegriffe „Universalien“ eigenständige Wesen haben oder nicht. Doch welches? Ockham kommt zur Erkenntnis, dass nur Einzeldinge (individua) ein solches Wesen haben. Sein kommt nur ihnen zu. Damit wird die Kluft zwischen Glauben und Wissen dramatisch vertieft: zum Guten oder zum Schaden von beidem? Darum kreisen die Debatten noch heute.


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Für den Religionsunterricht eignet sich das Video besonders für die Oberstufe in den Themenbereichen Glaube und Vernunft, Gotteserkenntnis, Philosophie des Mittelalters, Religionsphilosophie sowie Verhältnis von Theologie und Wissenschaft. Aufgrund der anspruchsvollen Inhalte empfiehlt sich eine strukturierende Vorentlastung durch die Einführung zentraler Begriffe wie Universalie, Individuum, Vernunft und Offenbarung. Während der Rezeption können die Lernenden zentrale Thesen von Duns Scotus und Wilhelm von Ockham herausarbeiten und in einer Vergleichstabelle gegenüberstellen. Anschließend bietet sich eine Diskussion über die Frage an, ob Gott durch Vernunft erkannt werden kann oder ob religiöser Glaube auf Offenbarung angewiesen bleibt. Methodisch gewinnbringend ist eine Debatte, in der verschiedene Gruppen die Positionen der mittelalterlichen Denker vertreten und deren Konsequenzen für heutige Glaubensvorstellungen erläutern. Ebenso kann das Video genutzt werden, um die Entstehung moderner Wissenschaft und die Entwicklung säkularer Denkweisen nachzuvollziehen. Ein weiterer Zugang besteht darin, die Lernenden aktuelle Fragen nach Wahrheit, Wissen und Glauben mit den mittelalterlichen Debatten in Beziehung setzen zu lassen. Durch die Verbindung von Philosophiegeschichte, Theologie und Gegenwartsbezug fördert das Medium analytisches Denken, Argumentationsfähigkeit und die reflektierte Auseinandersetzung mit grundlegenden Fragen menschlicher Erkenntnis.

Hessen

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Sekundarstufe II | Q2 Gott – verborgen und offenbar

Q2.1 Gottesrede – angemessen von Gott sprechen.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 11/2 Der Mensch auf der Suche nach Gott

11.2 / 7. Allgemeine Gottesidee, philosophischer Gottesbegriff und personales Gottesbild.

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