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Prof. Dr. Harald Seubert

Prof. Dr. Harald Seubert

Das Experiment. Die andere Linie: Francis Bacon

Veröffentlichung:1.3.2021

Das Video stellt die Philosophie des englischen Denkers Francis Bacon als einen wichtigen Ausgangspunkt der neuzeitlichen Wissenschaft und Aufklärung vor. Im Mittelpunkt steht Bacons Überzeugung, dass wahres Wissen nicht allein durch logisches Denken, sondern vor allem durch Beobachtung, Erfahrung und experimentelle Forschung gewonnen werden kann. Anhand seiner Werke „Novum Organum“ und „Nova Atlantis“ wird deutlich, wie Bacon eine neue Wissenschaftskultur entwirft, die auf der systematischen Erforschung der Natur basiert. Das Video erläutert seine Kritik an Vorurteilen und Denkfehlern, die er als „Idole“ bezeichnet, und zeigt, wie wissenschaftlicher Fortschritt nach seiner Auffassung zur Verbesserung menschlichen Lebens beitragen kann. Darüber hinaus wird die Bedeutung Bacons für die Entstehung der modernen Naturwissenschaften sowie für das Selbstverständnis der Aufklärung herausgearbeitet.

Die neuzeitliche Rationalität hat offensichtlich mehrere Väter. Neben Decartes ist auch Francis Bacon(1561-1626) zu nennen. Er geht den Weg des Experiments und der methodisch kontrollierten Erfahrung. Sein ‚Novum Organon‘ ist die Antwort auf Aristoteles. Ein „non plus ultra“, eine letzte Grenze wissenschaftlicher Neugierde und Weltbefragung soll es gerade nicht geben. Es geht immer weiter: in einer Kumulation des Wissens und einer Klärung Erkennens, die zugleich die Idole, die Scheinbilder zerstört, die sich der menschliche Geist immer wieder erzeugt.


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Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Oberstufe in den Themenbereichen Aufklärung, Wissenschaft und Religion, Menschenbild, Erkenntnistheorie sowie Fortschrittsdenken. Als Einstieg kann die Lehrkraft die Lernenden mit der Frage konfrontieren, wie Menschen heute zwischen Wissen, Meinung und Glauben unterscheiden. Während der Rezeption können die Lernenden zentrale Aussagen Bacons zur wissenschaftlichen Methode sammeln und mit heutigen Formen wissenschaftlicher Erkenntnis vergleichen. In Gruppenarbeiten können verschiedene Aspekte seines Denkens untersucht werden, etwa die Bedeutung von Erfahrung und Experiment, die Kritik an Vorurteilen oder die Vision einer wissenschaftlich geprägten Gesellschaft. Besonders gewinnbringend ist die Auseinandersetzung mit der Frage, ob wissenschaftlicher Fortschritt automatisch zu einer besseren Welt führt. Ebenso können Chancen und Grenzen naturwissenschaftlicher Erkenntnis diskutiert werden. Das Video eröffnet darüber hinaus die Möglichkeit, das Verhältnis von Glaube und Wissenschaft kritisch zu reflektieren und zu fragen, welche Bereiche menschlicher Wirklichkeit sich wissenschaftlich erfassen lassen und wo religiöse oder ethische Perspektiven unverzichtbar bleiben. Durch die Verbindung von Philosophie, Wissenschaftsgeschichte und religiöser Bildung fördert das Medium die Fähigkeit, Erkenntniswege kritisch zu beurteilen und unterschiedliche Formen von Wahrheit zu unterscheiden.

Hessen

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11.2 / 6. Der Mensch als das sich transzendierende Wesen.

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