Das Video beleuchtet die Entstehung der neuzeitlichen politischen Philosophie und zeigt, wie sich das Verständnis von Politik grundlegend verändert. Während in der Antike die Frage nach dem guten und gerechten Leben im Mittelpunkt stand, rücken nun Macht, Sicherheit und gesellschaftliche Stabilität in den Fokus. Anhand der Werke von Niccolò Machiavelli und Thomas Hobbes wird dargestellt, wie politische Herrschaft realistisch und ohne idealisierende Vorstellungen analysiert wird. Machiavelli untersucht die Mechanismen des Machterwerbs und Machterhalts, während Hobbes mit seiner Vertragstheorie erklärt, warum Menschen einen starken Staat benötigen, um Sicherheit und Ordnung zu gewährleisten. Das Video verdeutlicht, wie diese Denkansätze die politische Moderne vorbereitet haben und bis heute politische Debatten über Macht, Freiheit und Sicherheit prägen.
Seit Platon und Aristoteles suchte die antike politische Philosophie nach dem guten Leben in gemeinsamen Institutionen. Seit der frühen Neuzeit vollzieht sich auch hier eine Entzauberung der Verhältnisse.
Die Frage von Nicolo Machiavelli (1469-1527)richtet sich nicht auf die Qualität der bürgerlichen Gesellschaft, sondern auf Machterwerb und Machterhaltung. Thomas Hobbes (1588-1679) beschreibt im England der Konfessionskriege den Menschen als Wesen zwischen Furcht und Größenwahn. Deshalb kann der Mensch dem Menschen zum Wolf werden; und es ist eine Vertragskonstruktion nötig, die Freiheit preisgibt, um Sicherheit zu gewinnen: Mythos und Maschine verbinden sich in jenem „Leviathan“, den Hobbes als den „sterblichen Gott“ bezeichnet.