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Prof. Dr. Harald Seubert

Prof. Dr. Harald Seubert

Körper in Machtkonstellationen Physiognomie des Politischen

Veröffentlichung:8.3.2021

Das Video beleuchtet die Entstehung der neuzeitlichen politischen Philosophie und zeigt, wie sich das Verständnis von Politik grundlegend verändert. Während in der Antike die Frage nach dem guten und gerechten Leben im Mittelpunkt stand, rücken nun Macht, Sicherheit und gesellschaftliche Stabilität in den Fokus. Anhand der Werke von Niccolò Machiavelli und Thomas Hobbes wird dargestellt, wie politische Herrschaft realistisch und ohne idealisierende Vorstellungen analysiert wird. Machiavelli untersucht die Mechanismen des Machterwerbs und Machterhalts, während Hobbes mit seiner Vertragstheorie erklärt, warum Menschen einen starken Staat benötigen, um Sicherheit und Ordnung zu gewährleisten. Das Video verdeutlicht, wie diese Denkansätze die politische Moderne vorbereitet haben und bis heute politische Debatten über Macht, Freiheit und Sicherheit prägen.

Seit Platon und Aristoteles suchte die antike politische Philosophie nach dem guten Leben in gemeinsamen Institutionen. Seit der frühen Neuzeit vollzieht sich auch hier eine Entzauberung der Verhältnisse.

Die Frage von Nicolo Machiavelli (1469-1527)richtet sich nicht auf die Qualität der bürgerlichen Gesellschaft, sondern auf Machterwerb und Machterhaltung. Thomas Hobbes (1588-1679) beschreibt im England der Konfessionskriege den Menschen als Wesen zwischen Furcht und Größenwahn. Deshalb kann der Mensch dem Menschen zum Wolf werden; und es ist eine Vertragskonstruktion nötig, die Freiheit preisgibt, um Sicherheit zu gewinnen: Mythos und Maschine verbinden sich in jenem „Leviathan“, den Hobbes als den „sterblichen Gott“ bezeichnet.

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Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Oberstufe in den Themenbereichen Menschenbild, Politik und Ethik, Freiheit und Verantwortung, Gesellschaftsvertrag sowie Religion und Staat. Als Einstieg kann die Lehrkraft die Frage stellen, ob Menschen von Natur aus kooperativ oder eher eigennützig handeln. Während der Rezeption können die Lernenden die unterschiedlichen Menschenbilder von Machiavelli und Hobbes herausarbeiten und deren Konsequenzen für politische Ordnung untersuchen. Methodisch bietet sich eine arbeitsteilige Gruppenarbeit an, in der die Lernenden die Konzepte von Macht, Sicherheit, Freiheit und Gemeinwohl analysieren und miteinander vergleichen. Besonders gewinnbringend ist die Gegenüberstellung mit christlichen Vorstellungen vom Menschen und vom guten Zusammenleben, etwa anhand biblischer Texte zu Gerechtigkeit, Frieden und Verantwortung. Darüber hinaus können aktuelle politische Herausforderungen wie Krisenmanagement, Sicherheitspolitik oder demokratische Legitimation mit den vorgestellten Theorien in Beziehung gesetzt werden. In Debattenformaten können die Lernenden diskutieren, ob Sicherheit wichtiger ist als Freiheit oder ob politische Macht stets moralisch begrenzt werden muss. Das Medium fördert die politische Urteilsfähigkeit, die ethische Reflexion sowie die Fähigkeit, philosophische Modelle auf gegenwärtige gesellschaftliche Fragestellungen anzuwenden.

Hessen

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Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.1 Moralisch argumentieren – Modelle der Ethik.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 1. Grundzüge christlicher Moral im Kontext philosophischer Ethik.

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