Das Video bietet eine Einführung in zentrale Gedanken des Philosophen Gottfried Wilhelm Leibniz. Im Mittelpunkt stehen seine Bemühungen, die Vielfalt der Kulturen, Sprachen und Erkenntniswege mit einer universalen Vernunft zu verbinden. Dabei wird deutlich, wie Leibniz Rationalismus und Erfahrung zusammendenkt und sich intensiv mit außereuropäischen Traditionen, insbesondere dem Konfuzianismus in China, auseinandersetzt. Darüber hinaus erläutert das Video seine berühmten metaphysischen Grundfragen wie „Warum ist überhaupt etwas und nicht vielmehr nichts?“ sowie das Prinzip des zureichenden Grundes. Abschließend werden die Wirkungsgeschichte seines Denkens, seine Vorstellung von Perfektion und Glückseligkeit sowie die kritische Auseinandersetzung Immanuel Kants mit dem Leibnizianismus dargestellt.
Leibniz‘ überragendes Genie überwand auch andere Grenzen: Er entwickelte einen universellen Logik-Kalkül, eine Begriffsschrift, die für alle Denkoperationen geeignet sein sollte. Zugleich aber studierte er die Pluralität der Sprachen und blickte mit Faszination auf China, die Gegenküste Europas. Leibniz ging von der „besten aller möglichen Welten“ aus, worin für ihn auch die Antwort auf die Theodizeefrage impliziert war. Leid und Grausamkeit der Welt warfen zunehmend die Frage auf, ob alles, was geschieht, einen zureichenden Grund hat.