Das Video stellt zentrale Gedanken des englischen Philosophen John Locke vor und erläutert seine Bedeutung für Erkenntnistheorie, politische Philosophie und Religionsverständnis. Im Mittelpunkt steht Lockes Überzeugung, dass menschliche Erkenntnis auf Erfahrung beruht und dass Sprache eine entscheidende Rolle für das Denken und Erkennen spielt. Darüber hinaus werden seine Vorstellungen von Freiheit, Bürgergesellschaft, Arbeit, Eigentum und staatlicher Legitimation dargestellt. Das Video zeigt, wie Locke den mündigen Bürger als Fundament einer liberalen Gesellschaft versteht und warum Toleranz für ihn eine wesentliche Voraussetzung eines freiheitlichen Staates ist. Zugleich werden die Grenzen seiner Toleranzkonzeption sowie die Bedeutung religiöser Überzeugungen für das gesellschaftliche Zusammenleben kritisch thematisiert.
John Locke (1632-1704) ist ein ähnlich umfassender weitgespannter Geist wie Leibniz. Ehrentitel, die er schon zu Lebzeiten erhalten hat, geben davon ein Zeugnis ab: Locke wird als „moderner Aristoteles“ bezeichnet, eine Benennung, die er ablehnt, und als „Philanthropus“: als Menschenfreund, was er sich gern gefallen lässt. Mediziner, Mathematiker, Ökonom, Historiker: All dies war Locke in einer Person. Doch die theoretischen Interessen verfolgte er in pragmatischem Interesse, um das Leben besser zu machen. Very british möchte er „zum easy going“ beitragen.
Alle Erkenntnis beginnt für den großen Empiristen mit der Erfahrung. Zuerst ist der menschliche Geist eine tabula rasa. Durch Erfahrungen gelangt man zu Bildern und so zu Reflexionen und Begriffen. Königsweg ist die Induktion: Philosophie bleibt in der Ebene des Common sense.